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Gerhard Schöne gastiert mit seinem Weihnachtsprogramm im Goldenen Pflug

Gerhard Schöne gastiert mit seinem Weihnachtsprogramm im Goldenen Pflug

Weihnachten steht vor der Tür. Doch noch sind es drei Tage bis zum Heiligen Abend. Eine unendlich lange Zeit für Kinder, die sehnsüchtig auf den Weihnachtsmann warten.

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Gerhard Schöne überzeugt im Goldenen Pflug mit seinem weihnachtlichen Programm "Könige aus dem Morgenland" große und kleine Gäste.

Quelle: Jens Paul Taubert

Altenburg. Wie diese Wartezeit verkürzen?, werden sich viele Eltern fragen. Mit Märchen und Geschichten, mit Liedern und Schattenspiel, ganz einfach: mit Gerhard Schöne. Der bekannte Liedermacher hatte sich am Sonntag Nachmittag angesagt und viele kleine und große Zuschauer waren gekommen, um ein paar vergnügliche Stunden zusammen mit dem Künstler und seinen Begleitern zu erleben.

"Lieder sollen Lebenszeichen sein, sie sollen ansingen gegen alles, was Leben einschränken oder verhindern will, in uns und um uns herum", ist auf Gerhard Schönes Homepage zu lesen. Seine Lieder sind Geschichten aus dem Leben, in einer schlichten und anrührenden Sprache erzählt, die Texte sind tadelnd, aber nie verletzend oder gar moralisierend.

In seinem vorweihnachtlichen Programm "Könige aus dem Morgenland" singt Gerhard Schöne Weihnachtslieder aus aller Welt - vom Eiffelturm, über Brooklyn bis zum Zuckerhut -, die er ausgegraben, gesammelt und höchst vergnüglich wie sinnlich nachgedichtet hat. Weihnachtslieder ohne missionarischen Eifer, als ernstzunehmendes, oft heiteres Märchen erzählt. Seine Lieder sind mal leise, mal kräftig, die Texte leicht verständlich. Das ist ihm sehr wichtig, denn sein Publikum besteht in erster Linie aus Kindern. Für sie macht er seine Musik, erzählt er Geschichten aus dem Leben. Die Texte sind kritisch, aber immer mit einem leichten Augenzwinkern. Schöne begeistert sich für konkrete Themen, steigt tief in diese hinab und lässt dann seine erzählerische Gabe in Texte und Lieder fließen.

Gerhard Schöne gehört zu den wenigen ostdeutschen Liedermachern, deren Popularität die politischen Turbulenzen der 1990er-Jahre ungebrochen überstanden hat. Schöne wurde 1952 in Coswig geboren und wuchs als Sohn einer evangelischen Pfarrersfamilie auf. Über viele Wege - Lehre in einem Metallberuf, kirchlicher Mitarbeiter im musikalischen Bereich, Briefträger, Fernstudent an der Dresdner Musikhochschule - fand er 1979 zu dem, was er heute noch macht: freiberuflicher Liedermacher. Seine Schallplatten wurden in der DDR millionenfach verkauft und sind auch heute noch ein geschätzter Teil des Musikschaffens in Ost und West. Als Botschafter von Unicef engagiert er sich mit ganzem Herzen.

Wenn Gerhard Schöne singt, geht es meist recht lebhaft in der Stadthalle zu. Da wird mitgeklatscht, mitgeschunkelt, Tierstimmen werden nachgemacht, bei vorher eingeübten Textzeilen wird mitgesungen. Atemlose Stille dagegen herrscht, wenn die Puppen- und Schattenspielerin Therese Thomaschke die Weihnachtsgeschichte anhand von Schattenbildern erzählt.

Gespannt verfolgen die Zuschauer das Geschehen auf der Leinwand, sehr einfühlsam dargestellt und leicht verständlich für Kinder erzählt. Dazwischen Weihnachtslieder aus aller Welt. Ob von Gerhard Schöne allein vorgetragen oder von Rainer Schwander (Hackbrett, Saxofon, Flöte), Stefan Kluge (Piano) und Karoline Körbel (Schlagzeug) oder auch von allen gemeinsam - die musikalische Weltreise anhand von weihnachtlichen Liedern begeistert Groß und Klein. Doch auch auf herkömmliche Weihnachtslieder mussten die Besucher nicht verzichten. In der Pause erklangen im Foyer des Goldenen Pflugs "Oh, Tannenbaum", "Leise rieselt der Schnee", "Bald nun ist Weihnachtszeit", gemeinsam gesungen von Zuschauern und Band.

Lang anhaltender Beifall belohnt die Künstler am Ende der Vorstellung. Erst nach zwei Zugaben ließ das junge Publikum den Liedermacher gehen. Ein unterhaltsamer und lehrreicher Nachmittag, ohne erhobenen Zeigefinger, leicht und wunderbar dargebracht.

Margitta Tittel

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