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Altenburg Gerstenberger Gemeinderat bringt Bauvorhaben auf den Weg
Region Altenburg Gerstenberger Gemeinderat bringt Bauvorhaben auf den Weg
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05:00 05.07.2018
Das Dach auf dem Wohnblock Neubau 76 bis 76b in Gerstenberg soll umfangreich saniert werden. Quelle: Mario Jahn
Gerstenberg

Ums Geld drehte sich alles am Dienstagabend in der Gerstenberger Begegnungsstätte: Der Gemeinderat hatte in seiner jüngsten Sitzung über die Vergabe gleich mehrerer Baumaßnahmen zu entscheiden.

Höchste bisherige Einzelsumme

Das mit Abstand drängendste Projekt sei dabei die Instandsetzung des Dachs der Wohngebäude Neubau 76 bis 76b, führte Bürgermeister Bertram Schröder aus. Durch Sturm Friederike sei die Bedachung zu Jahresbeginn reichlich in Mitleidenschaft gezogen worden. „Und bereits zur Eindeckung 1993 wurde wohl nicht ganz ordentlich gearbeitet“, vermutete das Gemeindeoberhaupt. Nun sei Handeln geboten.

Entsprechend kostenintensiv gestaltet sich das Vorhaben. Insgesamt drei Angebote seien auf die Ausschreibung eingegangen, so Schröder, das Günstigste schlage mit rund 80 000 Euro zu Buche. Darin seien sämtliche Arbeitsleistungen enthalten, versicherte er auf Rückfrage der Ratsmitglieder. Da das Vorhaben nicht förderfähig ist und die Gebäudeversicherung laut Schröder nur Notreparaturen abdeckt, muss der Betrag aus der allgemeinen Rücklage entnommen werden – diese sinkt auf dann noch 90 000 Euro.

Das Vorhaben sei die höchste Einzelsumme, die die Kommune je aufgewendet habe, betonte Schröder auf Nachfrage. Eine finanzielle Schieflage sei angesichts des harten Einschnitts jedoch nicht zu befürchten. „Wir sind noch gut aufgestellt und haben keine Verbindlichkeiten.“ Die Entscheidung zur Auftragsvergabe fiel im Anschluss einstimmig. Die Arbeiten, versichert Schröder, sollen so schnell wie möglich begonnen werden.

Turnhalle erhält Prallschutz

Ebenfalls auf Vordermann gebracht werden soll die örtliche Turnhalle. Bereits im vergangenen Jahr, erläuterte Schröder, sei über einen Prallschutz für den unteren Teil der Wände nachgedacht worden – nicht zuletzt, da dort der Beton bereits bröckle.

Man habe bereits einen Förderantrag für das Vorhaben gestellt, der auch bewilligt wurde. Da dieser jedoch auf einer falschen Flächenberechnung gefußt habe, habe man sich im Nachgang entschieden, nach einer entsprechenden Korrektur noch die Umrüstung aller Lampen in der Halle auf LED-Technik mit aufzunehmen.

Insgesamt rund 17 000 Euro werden für beide Vorhaben fällig – der Prallschutz schlägt mit knapp 7000, die Umrüstung der Beleuchtung mit etwa 10 000 Euro zu Buche. Den Löwenanteil von 10 000 Euro stemmt die Gemeinde selbst, der Rest der Summe wird über Fördermittel gedeckt.

Mögliche Mehrkosten im Blick

Sorgen bereitete den Gemeinderäten indes, dass die zuständige Firma sich bislang keinen Überblick vor Ort verschafft hätte. Mit Blick auf die Gefahr möglicher Mehrkosten gab sich Schröder gelassen. „Wenn es wirklich mehr kostet, beantragen wir eine Nachförderung.“

Bei einer Gegenstimme wurde schließlich die Auftragsvergabe beschlossen. Da das Vorhaben förderbezogen ist, soll zügig noch dieses Jahr mit der Umsetzung begonnen werden.

Von Bastian Fischer

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