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Altenburg Gesellschafter einig: Kuntze bleibt Intendant – bis mindestens 2022
Region Altenburg Gesellschafter einig: Kuntze bleibt Intendant – bis mindestens 2022
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00:18 04.06.2017
Kay Kuntze vor dem Altenburger Landestheater – einer seiner beiden Wirkungsstätten in Ostthüringen. Quelle: Jens Paul Taubert
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Altenburg

Erfolgreiche Leute lässt man nicht ziehen, zumal wenn sie selbst keine großen Ambitionen haben, die Koffer zu packen. Und so bleibt Kay Kuntze dem Altenburg-Geraer Theater als Intendant erhalten – bis mindestens 2022. Das haben Landrätin Michaele Sojka (Linke) und Altenburgs Oberbürgermeister Michael Wolf (SPD) am Mittwoch auf OVZ-Anfrage übereinstimmend bestätigt. Mit dem dritten Gesellschafter im Bunde, der Stadt Gera, sind sich der Landkreis und die Skatstadt einig, einen neuen Vertrag abschließen zu wollen.

„Wir konnten in der Vorwoche gemeinsam einen Konsens in allen noch offenen Fragen herstellen“, so Wolf. Der Freistaat als größter Geldgeber wisse bereits seit Längerem Bescheid, dass man die erfolgreiche Zusammenarbeit mit Kuntze fortsetzen will, müsse jetzt aber noch über die neuen Details informiert werden. Sojka hofft, in relativ kurzer Zeit ein unterschriftsreifes Vertragswerk vorliegenden zu haben, das dann noch den Aufsichtsrat der Theater GmbH und die zuständigen Gremien passieren muss.

Kay Kuntze ist seit 2011 Generalintendant und Operndirektor in Altenburg und Gera. Sein Vertrag lief zunächst bis 2016. Doch schon 2015 haben die Vertragspartner die zweijährige Verlängerungsoption gezogen. Aktuell endet die Amtszeit des 51-Jährigen am 31. Juli 2018.

Der neue Vertrag soll über vier Jahre laufen und im Sommer 2022 enden. Erneut gibt es nach Aussagen von Sojka und Wolf eine Option der Verlängerung im gegenseitigen Einvernehmen, diesmal um drei Jahre bis 2025. „Das war uns sehr wichtig, denn 2021 und 2022 geht es in die neuen Verhandlungen für die Theaterfinanzierung. In dieser schwierigen Zeit sollte man nicht unbedingt das Pferd wechseln“, begründet die Landrätin. Und: „Ich freue mich sehr, dass uns Kay Kuntze, der Thüringens einziges Fünf-Sparten-Haus zu hoher Qualität geführt hat, erhalten bleibt.“ Auch für den Altenburger OB, zugleich Aufsichtsratsvorsitzender des Theaters, ist es ein klares Zeichen, „dass wir mit der künstlerischen Leistung des Intendanten sehr zufrieden sind“.

Dass es mit Kuntze als Theaterchef weitergehen soll, war Insidern schon seit Längerem klar. Da es keine weitere Option auf Verlängerung gab, hätte die Stelle längst ausgeschrieben werden müssen. Mehr noch: Eigentlich müsste ein neuer Intendant schon jetzt feststehen, weil er in der letzten Spielzeit des scheidenden Chefs immer schon parallel „mitläuft“, um seine eigene erste Spielzeit vorzubereiten. Doch sowohl von Kuntze als auch den Gesellschaftern wurde rechtzeitig der Wunsch geäußert, weitermachen zu wollen. Kuntze selbst will sich, solange der Vertrag nicht unterschrieben ist, öffentlich nicht dazu äußern.

Michaele Sojka war allerdings auf der Feier zum 25-jährigen Bestehen des Theatervereins Ende April schon einmal vorgeprescht und hatte die Personalie verkündet. Etwas voreilig, denn die Geraer Seite hatte dem Vernehmen nach noch Änderungswünsche, unter anderem zur Vertragslaufzeit. Der Dissens scheint nun ausgeräumt. Auch Michael Wolf hat seinen eigenen Dissens mit Kuntze in der Debatte um die Übergriffe auf ausländische Schauspieler bei den Vertragsverhandlungen außen vor gelassen. „Wir haben hier doch keine Dortmunder Verhältnisse“, sagt der BVB-Fan.

Von Ellen Paul

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