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Geteilte Meinung zur Park- und Einkaufssituation in Altenburg

Nach vielen Klagen Geteilte Meinung zur Park- und Einkaufssituation in Altenburg

Das Ladensterben in der Altenburger Innenstadt hat ein Thema wieder auf die Tagesordnung gebracht, um das es in jüngster ziemlich ruhig geworden war: das Parken in der City. Nach den Klagen von Händlern hat OB Michael Wolf (SPD) eine Parkplatzerweiterung in Aussicht gestellt.

Zu groß und zu leer – möglicherweise wird auch dieses Areal des Altenburger Marktes bald zumindest teilweise zum Parken freigegeben.
 

Quelle: Nicole Rathge-Scholz

Altenburg.  Das Ladensterben in der Altenburger Innenstadt hat ein Thema wieder auf die Tagesordnung gebracht, um das es in jüngster ziemlich ruhig geworden war: das Parken in der City. Nach den Klagen von Händlern hat Oberbürgermeister Michael Wolf (SPD) eine Parkplatzerweiterung in Aussicht gestellt. Die OVZ hat sich am Sonnabend deshalb einmal unter Kunden und Besucher gemischt, um ihre Meinung zur aktuellen Situation erfragen.

„Es kommen viele Touristen zu uns und wollen wissen, wo sie länger parken können“, erzählt die Mitarbeiterin der Tourismus-Information, Ina Hofmann, und hat natürlich einen passenden Rat in petto. „Wir schlagen als erstes immer unsere Parkhäuser am Rossplan und im Citycenter vor. Das ist am einfachsten, und die Besucher brauchen sich keinen Stress machen“, so Hofmann, die aber zugleich auch auf ein Problem hinweist. „Viele wissen gar nicht, dass es diese Parkhäuser in Altenburg gibt, da sie unterirdisch liegen und somit nicht gleich ins Auge fallen wie in anderen Städten. Zudem ist es sehr schade, dass Altenburg das Parkleitsystem abgeschafft hat. Das war wirklich gut und für Auswärtige hilfreich“, bedauert die ATI-Mitarbeiterin.

Die gebürtige Altenburgerin Brigitte Stellmach parkt immer am gleichen Ort, wenn sie zu Besuch in die Skatstadt kommt – nämlich am Großen Teich. „Bis in die Innenstadt ist es nicht weit, also alles per Fuß erreichbar“, findet die Chemnitzerin. Natürlich fällt auch ihr auf, dass es ziemlich mager geworden ist, was die Geschäftsvielfalt auf dem Markt angeht. „Aber ich muss sagen, anderswo sieht es auch nicht besser aus, da gibt sich Altenburg schon Mühe.“ Sie selbst hat natürlich einen Grund, immer wieder nach Altenburg zurückzukehren, da sie gern in ihrer Heimatstadt ist. Für Touristen hingegen sei es schwieriger, findet sie. „Natürlich haben wir das wunderbare Schloss, das Lindenau-Museum, den Inselzoo und das Nikolaiviertel, was die Touristen anzieht, aber rein einkaufstechnisch lockt man sicher keinen auf den Markt.“

Rentnerin Gertraud Kießling ist da anderer Meinung. „Ich denke, die Touristen kommen sicherlich nicht zum Einkaufen nach Altenburg, sondern eher um Kunst und Kultur zu erleben. Deshalb ist es auch nicht so wichtig, hunderte von Parkplätzen anzubieten, denn die Besucher sind doch meistens zu Fuß unterwegs, um auch wirklich etwas zu entdecken“, so die Altenburgerin, der natürlich auffällt, dass einige Geschäfte schließen mussten. „Leid tut es mir um das Fernsehgeschäft in der Sporenstraße. Bei den Apotheken finde ich es nicht so schlimm, davon haben wir wirklich mehr als genug. Ansonsten habe ich doch alles vor der Haustür, vom Konsum bis zu den großen Drogerien. Allerdings werden durch so großen Ketten die kleinen Läden verdrängt.“ Nach Meinung der Pensionärin sollten die Leute mal mehr zu Fuß gehen. „Alle wollen vor den Läden parken, am liebsten gleich im Laden drin, dabei ist Laufen doch gut für die Gesundheit“, lacht Gertraud Kießling.“

Danny Pätzold aus Frohburg kommt öfter mal nach Altenburg, natürlich mit dem Auto. Die Parkplatzsituation findet er nicht dramatisch. „Viel schlimmer finde ich eigentlich, dass man durch die vielen Einbahnstraßen oft mehrere Runden fahren muss, wenn man im Rückspiegel sieht, dass gerade ein Fahrzeug die Parklücke verlässt. Aber bis man wieder am Ausgangsort ist, steht meist schon ein anderer drin“, bedauert der Sachse, dem aber das Angebot an Geschäften völlig ausreichend erscheint.

Von Nicole Rathge-Scholz

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