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Altenburg „Glück Auf“-Kleingärtner enttäuscht: Nur Bronze in Berlin
Region Altenburg „Glück Auf“-Kleingärtner enttäuscht: Nur Bronze in Berlin
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19:18 03.12.2018
Ein etwas gezwungenes Lächeln: Die Kleingärtner der Gartensparte „Glück Auf“ aus Altenburg wurden beim Bundeswettbewerb nur mit Bronze geehrt. Quelle: privat
Altenburg/Berlin

Als sich die Abordnung aus Altenburger Kleingärtnern mit dem Bus auf den Weg in die Bundeshauptstadt machte, war sie guten Mutes, dass die Skatstadt zum zweiten Mal nach 2014 Geschichte beim Bundeswettbewerb schreiben würde. Hatte vor vier Jahren die Anlage „Bauhof I“ mit dem Gewinn von Gold geglänzt, so liebäugelten die Mitglieder der Anlage „Glück Auf“ mit dem Sieg, mindestens aber mit Silber. „Als dann verkündet wurde, dass Altenburg nur Bronze erhält, da saßen wir alle ein wenig geschockt da“, sagte Anlagenchef Klaus Engelmann.

Projekte nicht ausreichend beachtet

Zwar schiebt er sofort nach, dass es toll sei, unter die 20 besten Anlagen von immerhin 16 000 in Deutschland gekommen zu sein. Aber letztendlich ging in Berlin keiner der Finalisten leer aus. Sechs Sparten konnten über Gold jubeln – zehn freuten sich über Silber, vier mussten sich mit Bronze begnügen.

„Ehrlich gesagt, verstehe ich auch die Begründung der Jury nicht, die unsere Anlage im Juni inspizierte. So heißt es in der Begründung, dass etliche der Projekte erst am Anfang stünden und sich entwickeln müssen“, wundert sich Engelmann. Was aber nicht stimme. „Der Safran beispielsweise blüht erst im Spätherbst. Auf einer Streuobststreuwiese stehen nun mal Bäume und nichts sonst, wie die Blumen auf unserer Bienenwiese in voller Blüte standen“, so der Spartenchef.

Ein Verdacht drängte sich den Altenburger Kleingärtnern schon in Berlin auf: Da bei der letzten Auflage des Bundeswettbewerbs 2014 mit dem „Bauhof I“ schon eine Sparte aus der Skatstadt Gold geholt hatte und die Altenburger ohnehin deutschlandweit Spitzenreiter in Sachen Teilnahme sind, sollten diesmal andere ran.

Regionalchef will Wettbewerbsmodus ändern

Auf jeden Fall will die Sparte nochmals teilnehmen, um besser abzuschneiden. Die Hürde hier: Die ist nach aktuellen Regularien erst wieder frühestens zur übernächsten Auflage 2026 möglich. Eine Regelung, die Regionalverbandschef Wolfgang Preuß, der auch im Bundesvorstand sitzt, am liebsten kippen möchte. „Das die Finalisten des einen Jahres zur nächsten Auflage ausgeschlossen sind, käme gleich, den aktuellen deutschen Fußballmeister in der folgenden Saison auszuschließen, weil alle mal Meister werden wollen.“ Zudem sei es eine viel größere Leistung, ein erreichtes Niveau über vier Jahre zu halten und weiter auszubauen. Den Entscheid selber akzeptiert er hingegen: „Ich akzeptiere die unabhängige Entscheidung der Jury, zeigt sie uns auch Potenziale zu einer Verbesserung auf.“

Von Jörg Wolf

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