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Altenburg Göpfersdorfs Bürgermeister ist neuer ehrenamtlicher VG-Vize
Region Altenburg Göpfersdorfs Bürgermeister ist neuer ehrenamtlicher VG-Vize
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05:00 12.10.2016
Klaus Börngen Quelle: Mario Jahn
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Langenleuba-Niederhain

Mit Klaus Börngen hat die Verwaltungsgemeinschaft (VG) Wieratal seit vergangener Woche wieder einen neuen stellvertretenden VG-Vorsitzenden. Börngen, der seit 17 Jahren Bürgermeister von Göpfersdorf ist, setzte sich gegen Mitbewerber Karsten Olbrich durch. Für den 64-Jährigen, der aus den Reihen der Gemeinschaftsversammlung für den ehrenamtlichen Posten vorgeschlagen wurde, stimmten in geheimer Wahl acht der zehn anwesenden Mitglieder der Gemeinschaftsversammlung. Für den Niederhainer Gemeinderat Olbrich, der sich selbst um den Posten beworben hatte, votierten zwei Gemeinschaftsräte.

„Die Aufgaben, die als VG-Vize-Chef auf mich zukommen, halte ich für überschaubar. Sonst hätte ich die Wahl nicht angenommen“, erklärt Börngen, der ein Taxi-Unternehmen hat, auf OVZ-Nachfrage. Er habe keinen konkreten Bereich in der Verwaltung zu verantworten und durch die geplante Gebietsreform seien auch die Tage der VG Wieratal gezählt.

Mit der Wahl von Börngen zum Stellvertreter ist nun wenigstens eine der beiden freien Spitzen wieder besetzt. Seitdem der langjährige VG-Vorsitzende Gerd Werner Ende August 2015 in den Ruhestand ging, lag nämlich die Verantwortung für die Gemeinschaft der fünf Mitgliedsgemeinden in den Händen von Werners Stellvertreter Jürgen Schneider, dem langjährigen Niederhainer Bürgermeister.

Dazu hatte sich die Gemeinschaftsversammlung entschieden, weil die beiden Ausschreibungen für den hauptamtlichen Posten der Verwaltung zu keinem Resultat geführt hatten (die OVZ informierte). „Ausschlaggebend sei dabei jedoch auch die finanzielle Seite gewesen. Denn ein neuer VG-Chef wäre für sechs Jahre eingestellt worden. Mit Blick auf die von der Landesregierung geplant Gebietsreform hätten andere die Folgekosten tragen müssen“, so Beatrix Steinert, Hauptamtsleiterin der Verwaltung. Weil sich abzeichnet, dass sich die Wierataler in Richtung Nobitz orientieren, wären nach der Gebietsreform die Kosten dort zu Buche geschlagen.

Weil Jürgen Schneider bei den im Juni stattgefundenen Wahlen nicht wieder antrat, ging auch seine Amtszeit als Stellvertreter zu Ende. Ab diesem Zeitpunkt leitete die Hauptamtsleiterin die Geschäfte zunächst allein. „Damit die Führung der VG gesichert war, hatte ich bis zur Neuwahl eines Vize eine vorläufige Beauftragung von Landrätin Michael Sojka“, erklärte sie und verwies darauf, dass sich in dieser Zeit gezeigt habe, dass die Verwaltung gut funktioniere.

Die Neuwahl des ehrenamtlichen VG-Chefs konnte erst jetzt über die Bühne gehen, weil die Bürgermeisterwahlen, bei denen es in Niederhain, Frohnsdorf und Jückelberg ein Wechsel gab, auch Veränderungen in den Gemeinderäten und bei den Mitgliedern der Gemeinschaftsversammlung nach sich gezogen hatten.

Steinert wird sich nach eigenen Worten nun wieder auf ihre Aufgaben als Hauptamtsleiterin konzentrieren. Mit der Wahl von Börngen gäbe es jetzt wieder eine Verantwortlichen, der repräsentative Aufgaben wahrnehmen oder zum Beispiel Unterschriften unter getroffenen Entscheidungen für die gesamte VG leisten könne. So habe Börngen bereits Bescheide für die Zahlung von Straßenausbaubeiträgen unterzeichnet. Zudem sei die Unterschrift für Gehaltszahlen durch ihn gesichert, wenn sie selbst mal längere Zeit abwesend wäre.

Von Marlies Neumann

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