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Altenburg Gößnitz: Hund beißt fünfjähriges Kind ins Gesicht
Region Altenburg Gößnitz: Hund beißt fünfjähriges Kind ins Gesicht
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18:15 29.02.2016
Eine Hunde-Attacke sorgte für einen Notarzt-Einsatz in Gößnitz. (Symbolfoto) Quelle: dpa
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Gößnitz

In Gößnitz ist am Sonntagmittag ein fünfjähriges Kind von einem Boxer-Hund angefallen und schwer verletzt worden. Der Junge musste zur Notoperation in die Altenburger Klinik gebracht werden. Wie die Polizei am Montag informierte, ist der Boxer am Sonntag vom Gelände eines Hundezüchters in das Nachbargrundstück gelangt und hat das dort spielende Kind offenbar unvermittelt angegriffen.

Es war ein Alptraum für Mandy Thurau und ihren Mann. Gerade noch spielt ihr fünfjähriger Sohn friedlich im Garten. Als von einem Moment auf den nächsten markerschütternde schmerzerfüllte Schreie des Kindes die Eltern im Haus aufschrecken. Es ist Sonntag gegen 12.25 Uhr in der schmucken Eigenheimsiedlung Hohe Straße in Gößnitz, als ein Hund, ein Boxer, vom Nachbargrundstück kommend den spielenden Jungen angreift. Vater und Mutter rennen in den Garten, um ihr Kind zu retten. Sie schlagen auf den Hund ein, sodass dieser kurz von seinem Opfer ablässt. Die Mutter nimmt den Sohn auf den Arm und flüchtet mit dem Kind ins Haus. Derweil ist der Vater damit beschäftigt, das rasende Tier davon abzuhalten, beide über die Terrasse hinein in die Stube zu verfolgen. Es geling ihm mit Mühe.

Sechs Zentimeter tiefe Fleischwunden an den Beinen

Wenig später liegt dann der Fünfjährige im Altenburger Klinikum. Die Ärzte versorgen in einer Notoperation die Bisswunden im Gesicht des Kindes und nähen die großen Verletzungen an den Beinen. „An beiden Beinen hat er etwa sechs Zentimeter tiefe Fleischwunden, im Gesicht sind die Bisse zum Glück nicht so tief“, erzählt Mutter Mandy Thurau der Osterländer Volkszeitung. Auf Nachfrage erklärt sie, den Umständen entsprechend gehe es ihrem Sohn einigermaßen. Doch seine Verletzungen sind enorm. Wie die Mutter weiter berichtet, werde ihr Kind nun täglich einmal voll anästhesiert, damit der Kleine die Schmerzen beim Verbandwechseln im Gesicht erträgt.

Noch immer steht Mandy Thurau unter Schock. Dabei ist die Bisswunde an ihrem Arm das kleinere Übel. Sie hat Angst, um sich und vor allem um ihre zwei Söhne sowie die Mädchen und Jungen der Nachbarschaft, von denen viele in den Kindergarten „Burattino“ gehen. Dieser ist nur ein paar Schritte entfernt. „Der Hund war wie von der Tarantel gestochen. Er hat sich von uns kaum aufhalten lassen, trotz der Schläge“, erzählt sie. Die Spuren des Kampfes mit dem Tier trage ihr Mann am ganzen Köper. Er habe Bisse abbekommen und sei von oben bis unten zerkratzt.

Wie gelangte die Hündin aufs Nachbargrundstück?

Der Hund stammt vom unmittelbar angrenzenden Grundstück. Dort betreiben die Bewohner eine kleine Zuckt der markanten Rasse. Drei Tiere werden momentan dort gehalten. Eines von ihnen, ein Weibchen, fand am Sonntag entweder eine Lücke im Zaun oder überwand mit einem Satz die Hecke. Genau weiß es niemand, wie es die Hündin auf das Nachbargrundstück schaffte. Die Züchter haben inzwischen mehrfach um Entschuldigung gebeten. „Aber wir werden jetzt darum kämpfen, dass hier zukünftig keine Hunde mehr gezüchtet werden. Das geht in einem Wohngebiet einfach nicht“, schimpft die aufgebrachte Mutter.

Von Jörg Reuter/Frank Prenzel

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