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Altenburg Gößnitz Open Air lockt mit drei Tagen in familiärer Atmosphäre
Region Altenburg Gößnitz Open Air lockt mit drei Tagen in familiärer Atmosphäre
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06:12 26.07.2018
Pothead rocken erneut als Headliner auf dem Gößnitz Open Air. Quelle: Andreas Torneberg
Gößnitz

Eine kleine Insel der Glückseligkeit für drei Tage, das ist für Cheforganisator Henry Mersiowsky seit 1993 das Gößnitz Open Air. Die aktuelle Auflage findet wie immer am ersten Augustwochenende auf dem Festgelände am Bahndamm statt – und das zum inzwischen 26. Mal.

Gewohnt gemütlich

Und auch im Jahr nach dem großen Jubiläum bleibt sich die Initiative für Musik und Kultur Gößnitz (Imuk) wieder treu. Wie gewohnt gibt es keine territoriale Trennung zwischen Bühne und Zeltplatz, was den Fans so manchen Weg erleichtert. Das Schleppen der Campingausrüstung fällt ebenfalls nicht weiter ins Gewicht: Das Zelt kann bequem neben dem eigenen Auto aufgeschlagen werden.

Musikalisch haben sich die Macher ebenfalls nicht lumpen lassen, das Line-Up kann sich sehen lassen – auch wenn die Gößnitzer für die 2018er-Ausgabe wenige Risiken bei der Bandauswahl eingegangen sind. Dazu gehört, dass die Berliner Stoner-Rocker von Pothead wieder einmal zur Primetime auf der Bühne stehen.

Alte Bekannte und junge Wilde

In diesem Jahr werden sie jedoch mit den ebenfalls aus der Hauptstadt stammenden Knorkator um den wahren Headliner-Titel wetteifern. Die Truppe um Sänger „Stumpen“ und Gitarrist Sebastian Baur, der einst die DDR-Blues-Legende Monokel gegründet hatte und später mit MCB und Songs wie jenen über den Koch mit der „Heavy Mörtel Mischmaschine“ bekannt wurde, treten drehen direkt nach Pothead ihre Verstärker auf.

Alte Helden stehen mit den Skeptikern als zweite Band des Freitags auch schon früh am Abend auf der Bühne. Die Berliner Punker um Eugen Balanskat gehörten schon in den 90er-Jahren zu den Stammgästen im Gößnitzer Rampenlicht. Ähnliches trift auch auf Tanzwut zu, die jedoch mit ihrer Mischung aus dunklem Rock, Metal und Mittelalter-Sound wieder eine andere musikalische Schublade öffnen.

Der bunte aber nicht beliebige Stilmix setzt sich am Samstag fort. Zunächst gehört die Zeltbühne wie gewohnt jungen Bands aus der Region, die sich dort einem breiten Publikum präsentieren dürfen. In diesem Jahr wollen Sodbrenn mit krachendem Hardcore und E-Pigfail mit Cover-Rock das Publikum von sich überzeugen.

Doomhelden und Blödelbarden

Auf der großen Bühne eröffnet dann Rock-Liedermacher Tino Standhaft den Reigen. Deutlich rauer geht es danach mit Nitrogods zu, die mit ihrem knackigen Hardrock mit mehr als einem Auge in Richtung des seligen Lemmy von Motörhead schielen. Pagan- und Folk-Metal bringen anschließen die Ostwestfalen von Harpyie auf die Bühne, bevor im Folgenden Trollfest mit ihrem folkigen und humorvollem Sound direkt aufs Tanzbein zielen – und so die Brücke zum Tages-Headliner J.B.O. schlagen. Zuvor dürfen jedoch noch die Portugiesen von Moonspell die Bühne entern. Die Band hat sich seit der Gründung 1989 mit doomigem, teils derbem aber auch sehr melodischem Metal weltweite Bekanntheit erspielt.

Zugegeben, ganz soweit haben es J.B.O. nicht geschafft. Dass sie mit viel Witz und beeindruckendem musikalischen Können eine Festivalweise zum Kochen bringen können, haben die Schwaben aber nicht nur in Gößnitz bereits zigfach gezeigt. Ohrenfeindt, die als letzte Band auf der großen Bühne spielen, müssen dies hingegen beim Gastspiel im Altenburger Land noch beweisen. Doch das sollte den Rockern auch nach dem langen Festivalwochenende gelingen, klingt das Trio doch so, als sei Bon Scott ein gebürtiger Hamburger und AC/DC eine Band aus Sankt Pauli.

„Wir bedienen dieses Jahr wirklich die unterschiedlichsten Geschmäcker“, findet Mersiowsky. Dem wichtig ist, dass das Gößnitz Open Air immer noch weitab vom Mainstream funktioniert und wie in den Anfangstagen Metaller neben Punks und Hippies feiern können und für alle allein der Spaß im Vordergrund steht.

Gößnitz Open Air, vom 3. bis 5. August. Wochenend-Ticket zu 49 Euro im VVK. Tagestickets sind direkt am Festivalgelände zu erwerben.

Von OVZ

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