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Goethes Briefroman als große Oper

Goethes Briefroman als große Oper

Goethes "Die Leiden des jungen Werther" erschienen 1774 und machten den 25-Jährigen auf einen Schlag berühmt. Das Interesse an dem Werk hat bis heute nicht nachgelassen.

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"Kein Grund zur Aufregung"

Bernardo Kim als Werther (l.) und Statist Marco Schmidt als sein Alter Ego.

Quelle: Stephan Walzl

Der französische Komponist Jules Massenet (1842-1912) adaptierte den Briefroman und schrieb eine Oper voller Leidenschaft und Dramatik. Sie erlebt am 9. Februar um 18 Uhr ihre Altenburger Premiere. Die musikalische Leitung hat Generalmusikdirektor Laurent Wagner.

 

Die erfolgreiche Uraufführung fand 1892 am Wiener Hofoperntheater statt. Das 100. Todesjahr Massenets 2012 war willkommener Anlass, "Werther" erstmals in Ostthüringen zu spielen. Bisher war die Oper in Gera zu sehen.

 

Massenet gilt im Übergang vom 19. zum 20. Jahrhundert als einer der bedeutendsten Opernkomponisten. Regisseur Roland Schwab legt den Focus auf Werthers narzistische Liebe bis zum Tode, auf dessen Selbstinszenierung. Bühnen- und Kostümbildner Piero Vinciguerra hat ihm dazu ein Lebenskarussell auf die Bühne gebaut, auf dem Werthers Leben in sieben Kapiteln vorübergleitet.

 

In den Partien zu erleben sind unter anderen Bernardo Kim als Werther, Chrysanthi Spitadi als Charlotte, Katie Bolding als Sophie, Johannes Beck als Albert, Kai Wefer als Le Bailli und Erik Slik als Schmidt. Es singen der Opernchor und der Theaterkinderchor.

 

Zum Inhalt: Bei der Heimkehr von einer rauschenden Ballnacht gesteht Werther seiner Tanzpartnerin Charlotte seine Liebe. Doch die Anwesenheit von Albert beendet bei der Rückkehr ins elterliche Haus jäh sein Hochgefühl. Fortan beobachtet er die Geliebte aus der Ferne und schreibt ihr Briefe. Charlotte ist hin und her gerissen zwischen einem übermächtigen Gefühl der Liebe zu Werther und ihrer Pflicht als Ehefrau Alberts.

 

Premiere am 9. Februar, 18 Uhr. Nächste Vorstellungen am 6. März, 14.30 Uhr; 7. März, 19.30 Uhr und 16. März, 14.30 Uhr. Karten an der Theaterkasse (% 03447 585160) und in der OVZ-Geschäftsstelle (% 03447 574942) - Abonnenten erhalten an beiden Kassen zehn Prozent Rabatt - sowie im Internet unter www.tpthueringen.de.

Evelyn Böhme-Pock

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