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Gold und Bronze für die Skatheimat

Gold und Bronze für die Skatheimat

Die besten Nachwuchsskater haben am Pfingstwochenende im Goldenen Pflug ihre Meister gesucht. Bereits zum dritten Mal war die Skatstadt Altenburg damit Ausrichter dieser Deutschen Titelkämpfe.

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Shelly Kötteritzsch und Vincent Wilhelm freuen sich über ihre Pokale, die sie bei den Meisterschaften erspielt haben. Fotos (3): Mario Jahn

Quelle: Mario Jahn

200 Mädchen und Jungen aus der gesamten Bundesrepublik reizten und stachen, was das Zeug hielt.

 

Gern hat Landrätin Michaele Sojka (50, Linke) die Schirmherrschaft für diese Titelkämpfe übernommen. Vielleicht auch, weil das Skatspiel so viel beinhaltet, was eine gute Politik ausmacht: "Hier sind klare Ansagen und clevere Spielzüge gefragt", sagte die Landrätin zur Eröffnung. Und wie Altenburgs Oberbürgermeister Michael Wolf (51, SPD) wünschte sie allen Teilnehmern das obligatorische "Gut Blatt". Das Stadtoberhaupt bekannte, dass man "stolz auf die Tatsache ist, wieder so ein großes Ereignis des Skats in der Stadt zu haben".

 

Dann endlich flogen am Sonnabend die Karten. Bambini, Schüler sowie Jugend suchten die Besten in vier bis sechs Spielserien, die sich bis zum Sonntag hinzogen.

 

Unter den Startern waren natürlich auch die Farben Thüringens vertreten. "Insgesamt 26 Mädchen und Jungen haben wir dabei. Das ist ein gutes Feld", sagte der Chef der gastgebenden Verbandsgruppe, Stefan Sosic, zugleich einer der Cheforganisatoren des Turniers sowie des Rahmenprogramms. Was jedoch auffiel: Die Thüringer Landesauswahl war wieder einmal eine Kreisauswahl. Denn mit Ausnahme eines Nachwuchsskaters aus Gera kamen alle Akteure für die Farben des Freistaats aus dem Altenburger Land. "Leider gab es aus anderen Thüringer Region nur Absagen für eine Meisterschaftsteilnahme", bedauerte er.

 

Die Altenburger vertraten Thüringen dennoch beachtlich: Die erste, die bei der gestrigen Siegerehrung auf die Bühne gebeten wurde, war Shelly Kötteritzsch vom Schulskatklub "ICE" Altenburg. Die Zehnjährige konnte sich über den Meistertitel bei den Bambini freuen. "Das war schon ziemlich schwer, so ein großes Turnier zu spielen", erzählte Shelly, die an der Nobitzer Schule die vierte Klasse besucht, freudestrahlend. Denn in ihrer erst einjährigen Skaterkarriere ist dieser Erfolg der bislang größte. "Heute feiern wir noch, und der Pokal bekommt einen Ehrenplatz."

 

Auch jener etwas kleinere Pokal von Vincent Wilhelm vom Skatklub "18 und weg" aus Altenburg. Der Elfjährige holte den dritten Rang in der Schülerkonkurrenz. "Thüringer Meister war ich ja schon. Aber das jetzt ist schon der Hit", meinte der Friedrichgymnasiast, der die sechste Klasse besucht. Was ihn besonders an dem Skatspiel reizt, sei die schier endlose Vielfalt der Spielmöglichkeiten. "Da muss man immer aufmerksam sein und mitdenken."

 

Verbandsgruppenchef Stefan Sosic war mit dem Verlauf der Meisterschaft sehr zufrieden. "Wir haben uns gut geschlagen und die Gäste sind zufrieden. Ob und wann allerdings so ein hochkarätiges Nachwuchsturnier wieder in Altenburg stattfinden könnte, vermag Sosic, der zugleich im Thüringer Verband verantwortlich für die Jugendarbeit ist, nicht zu sagen. "Wir haben doch teilweise bessere Kontakt nach Sachsen, als in die anderen Regionen Thüringens", sagte der Skatfunktionär, der sich mit Rücktrittsgedanken trägt. In einem solchen Fall wäre völlig offen, wer sich dann für die Organisation solch überregionaler Großveranstaltungen in der Heimat des Skates findet. © Kommentar

Jörg Wolf

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