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Altenburg Grahmann-Entlassung: Kontrahenten wollen sich im Flugplatz-Streit außergerichtlich einigen
Region Altenburg Grahmann-Entlassung: Kontrahenten wollen sich im Flugplatz-Streit außergerichtlich einigen
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08:13 03.04.2016
Ex-Flugplatzchef Jürgen Grahmann. Quelle: Foto: Mario Jahn
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Altenburg/Nobitz

Es war ein Paukenschlag, als Jürgen Grahmann im November 2014 auf einer Sondersitzung des Kreistages von seinem Posten als Flugplatz-Chef abberufen wurde. Der langjährige Geschäftsführer war Mitte Dezember dann auch fristlos gekündigt worden (OVZ berichtete). Danach wurde es ruhig um den damals 53-Jährigen. Doch hinter den Kulissen flogen die Fetzen. Denn Grahmann zog vor Gericht. Er hatte als Airport-Chef noch einen gültigen Vertrag bis Ende 2015. Auf diesen pochte der Ex-Chef. Das ist ziemlich sicher.

Denn um was es in der juristischen Auseinandersetzung genau geht, darüber kann nur spekuliert werden, denn sowohl Grahmann als auch das Landratsamt, das den Kreis aus Hauptgesellschafter repräsentiert, hüllen sich seitdem wegen des laufenden Verfahrens in Schweigen. Zu hören waren nur die üblichen Floskeln. So sagte Landrätin Michaele Sojka (Linke) damals, dass sie dem Ausgang des Verfahrens recht gelassen entgegensehe.

Relativ sicher ist, dass Grahmann die ihm bis Ende 2015 verlustig gegangenen Bezüge einfordert und dabei auch gegen die Form der Kündigung vorgeht. Der Streit wird vor einer Zivilkammer des Landgerichts Gera ausgetragen. Und dort ist Bewegung in die Angelegenheit gekommen. Auf Antrag beider Parteien beschloss die Kammer vor einigen Tagen das sogenannte Ruhen des Verfahrens, wie eine Gerichtssprecherin der OVZ erläuterte. Dies deutet darauf hin, dass sich beide Seiten außergerichtlich einigen wollen.

Er habe Interesse an einer Lösung, lautete Grahmanns vielsagender Kommentar gegenüber OVZ. Und, dass er sich genau ansieht, wie die Verhandlungen jetzt weitergehen. Er werde aber mit Sicherheit nicht Monate warten, ohne dass es für ihn ein akzeptabeles Angebot gebe. Dann sei auch der Gang vor Gericht wieder eine Option. Zu Inhalten wollte Grahmann nichts sagen. Der Landrätin war noch weniger zu entlocken, als der übliche Satz, dass sie sich zum laufenden Verfahren nicht äußern werde.

Es ist gut möglich, dass das Angebot zu einer außergerichtlichen Einigung vom Landratsamt kam. Insider rechnen bei einem offen ausgetragenen Streit damit, dass peinliche Fehler des Aufsichtsrats bekannt werden und andere Ungereimtheiten ans Licht kommen. Vor Gericht wäre dies auf jeden Fall nicht unter der Decke zu halten. Dies würde das ohnehin angekratzte Image des Flugplatzes weiter beschädigen.

Von Jens Rosenkranz

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