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Greiz lehnt Fusion mit Altenburger Land und Beteiligung an Theater-Finanzierung ab

Gebietsreform Greiz lehnt Fusion mit Altenburger Land und Beteiligung an Theater-Finanzierung ab

Der Landkreis Greiz lehnt eine Fusion mit dem Altenburger Land und eine Beteiligung an der Finanzierung des Theaters Altenburg-Gera ab. Das erklärte Landrätin Martina Schweinsburg (CDU) der OVZ auf zwei Anfragen. Kritik übte Schweinsburg an ihrer Amtskollegin Michaele Sojka (Linke), weil diese nicht das direkte Gespräch mit ihr suchen würde.

Martina Schweinsburg

Quelle: dpa

Altenburg/Greiz. Mit Greiz hat das Altenburger Land kaum etwas zu tun. Aber der benachbarte Landkreis ist heißester Fusionskandidat bei einer Kreisgebietsreform. Nur, die Greizer wollen sich gar nicht mit dem östlichen Nachbarn zusammentun. Dass sie eigenständig bleiben möchten, machte ihr Kreistag per Beschluss vom 6. November 2015 deutlich, an den sich auch Landrätin Martina Schweinsburg ausdrücklich gebunden fühlt. Und die CDU-Politikerin hält auch gar nichts von den Vorstellungen ihrer Amtskollegin Michaele Sojka (Linke), dass sich Greiz an der Finanzierung des Theaters Altenburg-Gera beteiligt.

Sojka hatte Schweinsburg vor einigen Tagen vor dem Kreistag zu einer finanziellen Beteiligung aufgefordert und einen Betrag von 300 000 Euro als ein gutes Zeichen bewertet. Im Hintersinn hatte Sojka dabei Statistiken, wonach überdurchschnittlich viele Greizer vor allem die Häuser in Gera nutzen, sich der Landkreis an der Bezahlung seit Jahren aber heraushält.

„Es überrascht mich wenig, dass Frau Sojka Forderungen an meine Person wieder einmal anderen gegenüber aufmacht“, erklärte Schweinsburg gegenüber OVZ, und sprach von einer seltsamen Art der Kommunikation. Professionellere und direktere Aussprachen seien gewiss zielführender, meinte sie.

Was die finanzielle Beteiligung betrifft, gab Schweinsburg ihrer Kollegin einen Korb. Diese Begehrlichkeiten gegenüber Greiz aus Gera und Altenburg seien ja nicht neu, sagte sie der OVZ. Die CDU-Politikerin führte allerdings eine Befragung unter ihren Bürgermeistern aus dem Jahr 2011 an, ob diese bereit wären, eine Mitfinanzierung des Geraer Theaters und folglich eine entsprechende Erhöhung der Kreisumlage mitzutragen. Denn nur über die Kreisumlage ließe sich eine Theaterfinanzierung bewerkstelligen. Das Ergebnis sei ihrer Meinung nach eindeutig gewesen: Nur zwei Bürgermeister signalisierten Gesprächsbereitschaft, alle anderen sprachen sich dagegen aus. „Und als Landrätin des Landkreises Greiz ist genau das für mich bindend und nicht das, was Frau Sojka für Forderungen über Dritte an mich stellt.“

Die Stadt Greiz betreibt seit 2011mit Unterstützung des Landkreises mit der Vogtlandhalle eine multifunktionale Stadthalle, die sowohl für kulturelle Programme jedes Genres von Ballett über leichte Muse bis zur großen Klassik geeignet ist. Außerdem habe eine aktuelle Umfrage ergeben, dass zwei Drittel der verkauften Tickets an ortsfremde Besucher gingen, erklärte die CDU-Politikerin. Auch Altenburger Kfz-Kennzeichen findet man an Veranstaltungstagen auf den Stellplätzen rund um die Vogtlandhalle.

Bei der OVZ-Anfrage, was Schweinsburg von einer Fusion mit dem Altenburger Land oder der Stadt Gera hält, verwies die Landrätin auf jenen Kreistagsbeschluss vom November 2015, der bei namentlicher Abstimmung mit 26 Ja- und acht Nein-Stimmen angenommen wurde und wie folgt lautet: „Der Kreistag fordert die Thüringer Landesregierung auf, den Landkreis Greiz hinsichtlich seiner Strukturen und Größe unverändert zu lassen und die regionale Identität und Zugehörigkeit seiner Bürgerinnen und Bürger zum Vogtland zu respektieren. Die Stadt Greiz muss Kreisstadt bleiben.“

„Fusionen – egal mit wem – stehen darin nicht zur Disposition“, wurde Schweinsburg sehr deutlich. „Es bedarf hierzu auch keiner weiteren Begründung.“

Von Jens Rosenkranz

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