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Große Baumaßnahme am Schmöllner Herzog-Gymnasium

Erweiterung, Aufzug, Rettungstreppe Große Baumaßnahme am Schmöllner Herzog-Gymnasium

Kräftig gebaut wird am Roman-Herzog-Gymnasium in Schmölln. Auf dem Gelände der Schule entsteht ein großer Erweiterungsbau, am Haupthaus werden ein Aufzug und eine Rettungstreppe installiert. Das knapp drei Millionen Euro teure Projekt ist die derzeit größte vom Landkreis verantwortete Baumaßnahme.

Der Grundstein ist gelegt: Derzeit entsteht hinter dem Schmöllner Roman-Herzog-Gymnasium ein großer Erweiterungsbau.

Quelle: Bastian Fischer

Schmölln. Noch ist es nur eine große Baugrube, die hinter dem Schmöllner Roman-Herzog-Gymnasium in der Hermann-von-Helmholtz-Straße klafft. Stahlstreben sind bereits im Boden verbaut, recken sich in gleichmäßigen Abständen zu Stelzen nach oben. Was hier gerade im Entstehen begriffen ist, ist das derzeit größte Bauprojekt des Kreises im Altenburger Land.

Errichtet wird ein rund 600 Quadratmeter großer, eingeschossiger Erweiterungsbau sowie das dazugehörige Verbindungsgebäude zum Haupthaus der Schule. Die Front des alten Gebäudes wird um einen Fahrstuhl für Schüler und Lehrkräfte sowie eine Rettungstreppe erweitert. Knapp drei Millionen Euro sind für das Projekt veranschlagt, erklärt Bernd Wenzlau, Fachbereichsleiter Bildung und Infrastruktur beim Landratsamt, beim Ortstermin. Rund zwei Drittel davon wird über die Schulbauförderung des Freistaates gedeckt, den restlichen Betrag bringt der Landkreis auf.

Nötig geworden sei die Maßnahme insbesondere durch die schwierige Situation, der sich Pädagogen und Schüler in Schmölln bisher gegenüber sahen. Denn das Roman-Herzog-Gymnasium ist aus Platzgründen nicht etwa auf einen, sondern gleich zwei Standorte verteilt. „Für Lehrer und Schüler bedeutet das teils lange Wege zwischen den Unterrichtsstunden und entsprechend verkürzte Pausenzeiten“, erklärt Wenzlau die Hintergründe. Da sich in der Helmholtzstraße bereits ohnehin Sportanlagen und -halle der Schule befinden, fiel die Standortentscheidung entsprechend leicht.

Seit dem 15. Mai sind nun die Bauarbeiter auf dem Gelände zugange. „Bisher läuft alles absolut planmäßig, wir liegen gut in der Zeit – trotz einiger starker Regentage“, zieht Wenzlau Zwischenbilanz. Noch kann dank der Ferien ganztägig gearbeitet werden, mit Start des Schuljahres werden die Arbeiten entsprechend angepasst. Bis Ende kommenden Jahres soll das Vorhaben abgeschlossen sein, dann läuft auch die Förderung aus. Bis dahin bleibt noch einiges zu tun.

Gesichert ist bereits die Tragfähigkeit für den angedachten Erweiterungsbau und das entsprechende Verbindungsgebäude zum Haupthaus der Schule. Und die ist auch nötig, schließlich soll der Neubau auf 3,50 Meter hohen Pfählen stehen – womit nicht nur die Gefahr einer möglichen Überschwemmung bei Hochwasser gebannt ist, sondern auch gleich ein überdachter, schattiger Pausenhof geschaffen wird.

„Als nächstes wird nun das eigentliche Fundament für den Erweiterungsbau erstellt“, zählt Wenzlau auf. „Des weiteren werden im Inneren des Bestandsgebäudes die Voraussetzungen für die geplanten baulichen Veränderungen geschaffen.“ So wird die Fassade an mehreren Stellen geöffnet, um den Zugang zu Aufzug und Rettungstreppe zu ermöglichen. Verbessert werden im Zuge der Arbeiten der Brandschutz im Gebäude und die Barrierefreiheit

Wenn die Gebäude fertig gestellt sind, können nicht nur alle Schüler des Gymnasiums am selben Standort unterrichtet werden, sondern auch über einige neue Möglichkeiten verfügen. „Wir schaffen nicht nur mehr Klassenräume, sondern auch eine Bibliothek mit Computer-Arbeitsplätzen und eine große Aula, mit verschieb- und versenkbarer Bühne für Veranstaltungen“, freut sich Wenzlau. Viel Glas und Licht schaffen zusätzlich eine angenehme Lernatmosphäre. Die Schüler jedenfalls dürften sich schon jetzt auf die neuen Räume freuen.

Von Bastian Fischer

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