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Altenburg Große Fragezeichen hinter drei Kleinen
Region Altenburg Große Fragezeichen hinter drei Kleinen
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20:13 17.10.2013

Danach wird deutlich, dass vor allem drei Grundschulen den Planern große Sorgen bereiten - jene in Ponitz, in Großstechau und in Altkirchen. Die Schülerzahlen der drei Bildungseinrichtungen bewegen sich in den nächsten Jahren teilweise unter der bei Experten geltenden kritischen Grenze von 60. Diese Zahl hatte sich einst auch der Kreistag als Kriterium gesetzt, die möglichst nicht unterschritten werden sollte.

Ponitz bleibt hier weit darunter. Im Schuljahr 2014/15 werden dort 46, im Jahr darauf gar nur 37 Schüler unterrichtet. Zwar werden im September 2014 stolze 19 ABC-Schützen eingeschult, in der zweiten Klasse steht der Lehrer allerdings nur vor fünf Kindern. Der Beschlussvorschlag sieht daher vor, dass die Grundschule Ponitz für die Schuljahre 2014/15 und 2015/16 nur noch befristet weitergeführt und zum 31. Juli 2016 geschlossen wird. Die Schulanfänger im September 2015 werden bereits in die Grundschule Gößnitz eingeschult.

Ein Fragezeichen steht ebenso hinter der Grundschule Großstechau. Die Prognose zeigt einen stetigen Rückgang der Schülerzahlen. Danach soll es 2017/18 nur noch 40 Schüler geben. Die Planer im Landratsamt wollen dieser bedenklichen Tendenz mit einem Trick begegnen und die Schüler aus Posterstein und Stolzenberg dem Schulbezirk der Grundschule Großstechau ab 2014/15 zuschlagen. Postersteiner und Stolzenberger fuhren bislang in die Grundschule Thonhausen. Doch damit gewinnt man nur etwas Zeit. Denn auch mit den neuen hat Großstechau 2018/19 noch 52 Schüler und ein Jahr darauf nur 40. Die Probleme beginnen allerdings schon früher. Im September 2017 wird es nur sieben ABC-Schützen geben.

Drittes Sorgenkind ist die Grundschule Altkirchen, deren Zahlen bis 2019 konstant unter der kritischen Grenze von 60 liegen, im Jahr 2015 sogar bei 47. Auch hier soll den Kreisräten die Veränderung der Schulbezirke vorgeschlagen werden. Schüler aus Lumpzig, Braunshain, Großbraunshain, Hartha, Kleintauscha, Prehna und Zschöpperitz sollen ab dem Schuljahr 2015/16 nicht mehr nach Posa, sondern nach Altkirchen gehen. Selbst das kann aber nicht verhindern, dass die Lehrer in Altkirchen im Jahr 2015 vor der Klasse zwei und vier mit jeweils neun Schülern stehen.

Sorgenkinder bei den Regelschulen bleiben Nöbdenitz und Treben. Während bei zweitgenannter die Zahlen in den nächsten Jahren, auch durch die Gastschüler aus Sachsen, nach oben weisen, gehen sie in Nöbdenitz zurück und rutschen vor allem unter die kritische Grenze von 100. 2015/16 sollen es nur noch 95 Schüler sein. Hier steht nach wie vor die Zuordnung des Schulbezirkes zur Regelschule Schmölln im Raum. Wahrscheinlicher ist allerdings die Umwandlung in eine Gemeinschaftsschule. Das Thüringer Bildungsministerium soll ein solches Konzept am Standort Nöbdenitz als grundsätzlich geeignet bezeichnet haben.

Der am Mittwoch von der Landrätin vorgelegte Entwurf wird nun in zwei Fachausschüssen des Kreistages beraten werden. Ein Beschluss ist für Dezember vorgesehen. In Kraft tritt der Plan zum Schuljahr 2014/2015.

Jens Rosenkranz

iDie Schulnetzplanung 2014 bis 2019 ist im Internet einsehbar unter www.altenburgerland.de (Landratsamt/Bürgerdialog).

© Kommentar

Jens Rosenkranz

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