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Große Herausforderung mit viele Aufgaben

Große Herausforderung mit viele Aufgaben

Windischleuba .Nach dem Ausscheiden von Geschäftsführer Frank Jung 2013 und Diskrepanzen innerhalb des Vereins hatte der Vorstand die Geschäfte zunächst monatelang ehrenamtlich geführt (OVZ berichtet).

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Quelle: privat

Dann hatte ein Interimsgeschäftsführer die Leitung vorübergehend übernommen.

 

Mit Wendt hat die Lebenshilfe nun einen seit 27 Jahren im Umgang mit Behinderten erfahrenen Chef. Zunächst war der aus Sachsen-Anhalt stammende Wendt als Geschäftsführer eingestellt worden, so war die Stelle auch ausgeschrieben worden. Inzwischen ist er zum hauptamtlichen Vorstand avanciert. "Der Verein hat auf die Entwicklung der vergangenen Jahre reagiert und sich zu neuen Strukturen bekannt", erklärt der 54-Jährige. Es sei immer schwieriger geworden, jemanden zu finden, der den Posten des Vorstandes ehrenamtlich ausübt. "Das Aufsichtsgremium ist seit August der Vereinsrat, dessen Vorsitzende Kathleen Kahnt ist." Diese Strukturveränderung sei nicht von ihm ausgegangen, sondern war bereits vor seiner Einstellung im Verein angedacht.

 

Er selbst sieht in seiner Arbeit als Vorstand der Lebenshilfe die große Herausforderung, etwas zu bewegen. "Ich will die Leute abholen. Die vielen Ressourcen, die es in den unterschiedlichen Bereichen gibt, müssen noch besser für und mit den Behinderten genutzt werden", betont er. Denn die Lebenshilfe sei für ihn auch ein Stück Öffentlichkeit, schließlich gebe es 180 Beschäftigte und 330 behinderte Mitarbeiter.

 

Einen weiterer wichtigen Ansatz für seine Arbeit sieht er darin, nach außen deutlich zu machen, dass zur Lebenshilfe nicht nur die Werkstatt in Windischleuba, sondern auch der Kindergarten oder die Wohnstätten gehören. Alles solle als eine Einheit betrachtet werden. "Unsere Mitarbeiter müssen wir auf dem neu eingeschlagenen Weg mitnehmen. Ich hoffe darauf, dass sie diesen mitgehen."

 

Denn neue Wege müssten unter anderem bei der Suche nach neuen Auftragsfeldern beschritten werden. Die Lebenshilfe habe in der Region durchaus gute Partner, die die Werkstatt mit Arbeit versorgen. Das sei ganz wichtig, betont Wendt. "Doch was uns fehlt, sind Aufträge für Behinderte, die eine höhere Leistungsfähigkeit haben. Die müssen nicht immer nur in unserer eigenen Werkstatt tätig sein. Dass es auch anders geht, zeigen Partner, bei denen Behinderte Praktika machen können. Mit Blick auf die an Bedeutung zunehmende Inklusion ist da noch viel zu tun", ist der Vorstand überzeugt, der sich mehr Unternehmen wünscht, die Behinderte einstellen.

 

Doch auch die Lebenshilfe selbst will in absehbarer Zeit weitere Beschäftigungsmöglichkeiten für Behinderte schaffen. "Weil der Bedarf für noch mehr Stellen da ist, fordert die Agentur für Arbeit Aktivitäten unsererseits. Deshalb wollen wir das Gebäude des ehemaligen Getränkehandels, das uns gehört, zu einer weiteren Betriebsstätte umbauen. Derzeit werden die Räumlichkeiten hauptsächlich als Lager genutzt", berichtet er.

 

Habe sich die Lebenshilfe Altenburg bisher vor allem Menschen mit geistigen Behinderungen angenommen, so wird sie sich in Zukunft auch für Leute mit seelischen oder anderen Behinderungen öffnen. "Die neue Struktur des Vereins macht auch eine neue Satzung erforderlich, in der solche Dinge festgeschrieben werden sollen", kündigte er an. "Ziel der Lebenshilfe muss es sein, für die Menschen da zu sein, die sich uns anvertraut haben", meint Wendt, dem weitere Veränderungen vorschweben. So plant er zum Beispiel im nächsten Jahr, den Sitz des Vorstandes nach Altenburg zu verlegen. Damit will er ein Zeichen setzten und zeigen, dass er als Chef nicht nur für die Werkstatt, sondern für alle Bereiche der Lebenshilfe da ist.

 

© Kommentar Seite 11

Neumann, Marlies

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