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Altenburg Großer Zuspruch für Literarische Salons in Altenburg
Region Altenburg Großer Zuspruch für Literarische Salons in Altenburg
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21:00 12.02.2018
Schauspieler Thorsten Dara gab im Paul-Gustavus-Haus in Altenburg Stücke von Flann O’Brien zum Besten. Quelle: Jens Paul Taubert
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Altenburg

Der Weg war nicht das Ziel am Samstagabend: Über 200 Menschen hatten sich hinaus in die Kälte gewagt, um Literatur in den Häusern der Region zu hören.

Von Altenburg bis Gera über Kratschütz, Kraschwitz und Ponitz sogar bis Hartmannsdorf verteilten sich die Leseorte. Gelesen wurde von Schauspielern von Theater&Philharmonie Thüringen Unterschiedlichstes zur inzwischen sechsten Auflage der Literarischen Salons. Zwei Beispiele nur, um die enorme Bandbreite zu verdeutlichen: So las Bruno Beeke aus „Stierblutjahre“ von Jutta Voigt, Mechthild Scrobanita hingegen widmete sich Leben und Wirken von Malerin Frieda Kahlo.

Klönen bei Kröbers

Maximilian Popp hingegen hatte sich „Der kleine Prinz“ von Antoine de Saint-Exupéry bei Familie Kröber in der Altenburger Johannisvorstadt vorgenommen. Als Lesestoff, wie übrigens von allen Schauspielern, von ihm selbst ausgewählt, da es zu seinen Lieblingsbüchern gehört.  

Die Gäste trudelten bei Zeiten ein, ein Holzfeuer verbreitete wohlige Wärme und Kleinigkeiten wie Knabberzeug, Kuchen, Kaffee, Wasser und Wein besiedelten nach und nach die Tische. Alle fanden Platz auf Hocker, Sessel, Stuhl und Bank.

Es herrschte interessierte Zuhör-Atmosphäre, anfangs selbst bei den anwesenden kleinen Prinzen und Prinzessinnen, die dann jedoch lieber immer mal wieder auf kleine Weltentdeckungsreise gingen – eben wie der kleine Prinz aus dem Buch.

Maximilian Popp hatte sich ausgewählte Abschnitte aus dem Buch kopiert, da das Vorlesen des ganzen zwei Stunden Lesezeit beansprucht hätte. Für ihn war es die erste Lesung in diesem Rahmen, auch wenn er dank seiner kleinen Tochter gewissermaßen über regelmäßige Leseerfahrung verfügt.

Feinfühlig interpretierte er den traurig-schönen Text, nahm seine Gäste eine Stunde lang mit zu einer Reise über kleine Planeten mit menschlichen Begegnungen in die Herzen. Der Einladung ins Paul-Gustavus-Haus zum Ausklang des Abends folgten im Anschluss nur wenige von Popps Zuhörern. Zu gut saß und klönte es sich bei Kröbers.

Spende für ein Schlückchen Whiskey

Im Paul-Gustavus-Haus lief trotzdem einiges an Leuten zusammen. Thorsten Dara hatte sich dort eine Stunde lang – wie man hörte sehr ausdrucksstark – mit Flann O’Brien, einer Flasche Whiskey und seine Zuhörern auseinander gesetzt. Seit drei Jahren ist Dara Mitglied des Schauspielensembles, genauso lange nimmt er an den Salons teil. Als ausgemachter Irland-Fan war die Buchauswahl wenig verwunderlich und die eigentlich noch volle Flasche Whiskey stand schließlich am Tresen, wo sie gegen eine kleine Kulturspende verkostet werden konnte.

Daneben nutzten viele Gäste die Gelegenheit, sich mit anderen Besuchern und den anwesenden Schauspielern auszutauschen und mit dem Ensemble in gemütlicher Atmosphäre ins Gespräch zu kommen. An allen Tischen saßen die Menschen beisammen und redeten miteinander. Gut so.

Von Jens Paul Taubert

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