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Altenburg Großes Interesse an Altenburger Bürgergarten zur Eröffnung
Region Altenburg Großes Interesse an Altenburger Bürgergarten zur Eröffnung
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11:38 27.09.2011
Schüler Altenburger Schulen und Lehrerin Dagmar Schach (l.) testen am Sonnabend das grüne Klassenzimmer im Bürgergarten.

Der Barfußpfad gehört neben Schautafeln zu den Lebensräumen Hecke und Totholz oder zur Entstehung von Gesteinen zum grünen Klassenzimmer. Dieses besteht aus Holzbänken, Lehrerpult und Schiefertafel, die inmitten von Bäumen und Sträuchern stehen. Nur ein schmaler Pfad führt durchs Dickicht. Diesen beschreiten Eltern und Kinder, um sich von Dagmar Schach eine Lektion in Naturkunde erteilen zu lassen. Bei der Probestunde mit der Lehrerin der Erich-Mäder-Schule sind nahezu alle Plätze gefüllt. Es geht darum, Baumarten anhand ihrer Blätter zu erkennen und gilt die Frage "Welches Tier frisst welche Frucht?" zu beantworten.

"Zum Lernen mit Herz, Hand und Verstand ist das ideal", erklärt Schach und Kollegin Sabine Wagner ergänzt: "Hier lässt sich alles anfassen und anschauen, wodurch wir die Lehrinhalte praktisch vermitteln können." Zudem sei die Nähe zur Mäder-Schule von Vorteil. "Dann können wir an langen Tagen direkt ins Grüne wandern."

Dass am Ende der Probestunde ein Zug vorbeirollt und mächtig quietscht, stört indes niemanden. "Das ist kein Problem", sagt Annelie Markerts Vater Steffen. "Ich finde es schön, dass die Fläche wieder genutzt wird. Das ist ein grüner Punkt mitten in der Stadt." Das sieht Reiner Kastner genauso. "Es ist gut geworden, vor allem für die Kinder", sagt der Altenburger, der mit seiner Lebensgefährtin wie Dutzende andere aus Neugier kam. "Mich überzeugt das und es sieht viel besser aus, als die vermüllte Fläche vorher."

Zum Nutzungskonzept des Vereins Zeitgeist, der derzeit 22 Mitglieder hat, gehört aber mehr als das grüne Klassenzimmer. "Der Bürgergarten ist immer offen, es gibt kein Tor", erklärt Vereinschef Markus Twork. Die Holzfiguren für das Gartenschach seien zwar sicherheitshalber unter Verschluss, aber nach Absprache auch abends nutzbar. "Von Montag bis Freitag zwischen 8 und 14 Uhr ist immer jemand da." Zudem hätten bereits zwei Damen, die sich altersbedingt keinen eigenen Garten mehr zutrauen, ein Kräuterbeet angelegt. "So wollen wir neben der Kooperation mit der Mäder-Schule und dem Mauritianum den Bürgergarten künftig beleben." Daneben seien 2012 Kräuterkurse mit Kindern, ein Herbstfest und ein Schnitzworkshop geplant. "Aber auch Jugendweihe-, private Geburtstagsfeiern oder Grillpartys sind möglich."

Zweiflern wie Stadtrat Stefan Nowak (Pro Altenburg) hält Twork entgegen, dass das Projekt bisher sehr gut angenommen werde. Beleg dafür sind zahlreiche Pflanzen- und Geldspenden. Durch Nowaks Kritik der Verschwendung von Steuergeldern (OVZ berichtete) sei es noch bekannter geworden, erzählt der Vereinschef. "Daher danken wir ihm. Denn im Nachgang des OVZ-Beitrags sind mehrere Hundert Euro zusammengekommen."

Wie der Bürgergarten zu nutzen ist, zeigen auch Valentin Schach und Gerhard Stock. Erst spielen der Elf- und der Achtjährige gegeneinander Schach mit den lebensgroßen Holzfiguren, dann rösten sie Knüppelbrotteig. "Es ist grün, mitten in der Stadt, man kann etwas lernen und spielen", sind sich beide einig. Sie wollen wie auch Annelie Markert nun häufiger herkommen.

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Thomas Haegeler

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