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Großformatige Fotokunst überrascht bei Möbel Schröter in Windischleuba

Weite Welt trifft Möbelhaus Großformatige Fotokunst überrascht bei Möbel Schröter in Windischleuba

Vom Sofa in die weite Welt: Im Zuge des Umbaus hat auch die Fotokunst Einzug bei Möbel Schröter in Windischleuba gehalten. Großformatige Fotos ergänzen die Ausstellung. Dafür verantwortlich zeichnet Monika Schröter selbst. Zigtausend Bilder hat sie über die Jahre zusammengetragen.

Altenburg mal anders: Zahlreiche von Monika Schröter geschossene großformatige Fotos zieren inzwischen die Ausstellungsräume bei Möbel Schröter in Windischleuba.

Quelle: Mario Jahn

Altenburger. Großformatig und großflächig hängen sie da, die Fotografien. Alte Häuser sind darauf zu sehen, Innen- und Außenansichten, Impressionen von tropischen Stränden oder von eisigen Berggipfeln. Dazwischen stehen Küchenzeilen, Ohrensessel, Boxspringbetten. Was sich anhört wie eine leicht surreale Kunstausstellung, sind in Wahrheit die komplett neu gestalteten Schauräume bei Möbel Schröter in Windischleuba. Und die Fotografien stammen auch nicht von einem Künstler – sondern aus der Hand von Monika Schröter selbst.

„Ich habe eigentlich immer eine Kamera dabei“, erklärt die 74-Jährige beim Rundgang durch die Räumlichkeiten. Was einst mit Experimenten in der Dunkelkammer während ihres Studiums der Werkstofftechnik in Chemnitz begann, ist inzwischen seit über 40 Jahren ihre Leidenschaft. Spätestens seit einem Urlaub im fernen Nepal Anfang der 1990er-Jahre, so erzählt sie, hat sie auch ihren Sinn für Ästhetik, für das Besondere im Bild, noch weiter geschärft – und teils beeindruckende Schnappschüsse von ihren Reisen mit ins Altenburger Land gebracht.

„Ich lasse mich viel von Licht inspirieren, suche immer nach der optimalen Stimmung für Fotos“, erklärt sie die Faszination am und Hingabe fürs Hobby. „Ein Motiv muss einfach interessant sein und immer auch eine Geschichte erzählen, einfach spannend sein.“ Diesem Anspruch werden viele ihrer Bilder gerecht. Da fragt sich der Betrachter dann schon, was diese eine verrostete Metallbox am Palmenstrand einmal gewesen sein mag - und wie sie wohl ihren Weg ins tropische Paradies gefunden hat.

Im Gegensatz zum Anspruch an Form und Ausdruck ihrer Bilder gibt sich Monika Schröter bei der Wahl ihrer Ausrüstung ganz bescheiden. „Ich bin eigentlich immer mit einem einzigen Objektiv unterwegs“, erklärt die Autodidaktin, die sich ihr Wissen um die Fotografie über Bücher, Bildbände und Versuche selbst angeeignet hat. Und das kann auch schon mal von Vorteil sein. „Bei einem Rundflug über den Himalaya saß ein Profifotograf mit großer Ausrüstung im Flugzeug“, erinnert sie sich. „Als es ans Fotografieren ging, war seine Ausrüstung allerdings defekt – und er bat mich darum, ihm meine Fotos zu schicken“, berichtet sie schmunzelnd. Pro Reise kommen rund 4000 Fotos zusammen, „von denen sind am Ende dann zehn wirklich gut.“

Über die Jahre seien so sicherlich über 100 000 Motive zusammen gekommen, schätzt sie. Aus ihrer Sammlung stellt sie regelmäßig Kalender für Kunden, für Freunde und Verwandte zusammen. Und auch auf ihre Familie hat sich ihre Leidenschaft übertragen, zumindest zum Teil. „Mein Sohn und meine Enkeltochter fotografieren auch gerne, aber nicht so intensiv wie ich. Dafür haben sie sich daran gewöhnt, dass sie auf Reisen immer auf mich warten müssen, weil ich noch schnell etwas knipsen will“, lacht sie.

Bei einem solchen Fundus ist es eigentlich verwunderlich, dass ihre Werke noch nie in einer eigenen Schau präsentiert wurden. Bisher habe sich das einfach noch nicht ergeben, erklärt Monika Schröter, auch wenn es bereits kleinere Anfragen gab. „Die Motivation dafür wäre von meiner Seite auf jeden Fall gegeben“, betont sie in Richtung möglicher Interessenten.

So wird derzeit eben der Ausstellungsraum des Möbelhauses zur Galerie. Für Schröter ein gelungenes Ergebnis von knapp fünf Jahren, in denen das gesamte Haus „gehörig auf den Kopf gestellt wurde“, wie sie sagt, die Abteilungen neu geordnet, die Präsentation der Möbelstücke optimiert. Mit der in den letzten Zügen liegenden Umgestaltung – noch werden einige Arbeiten im hauseigenen Restaurant getätigt – entspreche man nun auch den Kundenwünschen noch besser, ist sie sich sicher. Ende August, kündigt sie an, sei dann auch die große Einweihung des „neuen“ Möbel Schröter geplant – garantiert mit ganz viel fürs Auge.

Von Bastian Fischer

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