Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Altenburg Grüne Woche ohne Käserei und Senf-Fabrik
Region Altenburg Grüne Woche ohne Käserei und Senf-Fabrik
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
21:42 12.01.2015
Mit einem Stand wie dem aus dem Vorjahr will das Landratsamt für Tourismus-Ziele und Lebensmittel aus dem Altenburger Land werben. Quelle: Jana Fuchs

Das Altenburger Land ist mit drei Ständen zugegen: dem der Altenburger Brauerei und einem Stand des Kreises, der vom Landratsamt initiiert wurde, in Halle 20 sowie einem der Destillerie & Liqueurfabrik Altenburg, der aber in der Sachsen-Halle zu finden ist. Fehlen werden hingegen die Käserei Altenburger Land und die Altenburger Senf & Feinkost GmbH.

"Von Arzneipflanzen, Käse, Feinkost bis hin zu Senf haben unsere regionalen Ernährungsunternehmen gute Karten, um bei der Grünen Woche auf sich aufmerksam zu machen", freut sich Landrätin Michaele Sojka (Linke). Präsenz werde vor Ort mit einer 27-köpfigen Delegation gezeigt, bestehend aus Bürgermeistern, Ökonomen, Feuerwehr sowie Vertretern der Verwaltungsgemeinschaften. Auch Ministerpräsident Bodo Ramelow werde der Messe einen Besuch abstatten. Die Grüne Woche ist also die Gelegenheit, so richtig "zu netzwerken", erklärt Wolfram Schlegel, Fachdienstleiter für Wirtschafts- und Tourismusförderung.

Christine Büring, Geschäftsführerin des Fremdenverkehrsverbandes Altenburger Land, bemängelt dagegen das fehlende Fachpersonal und die nicht-erlebnisorientierte Ausrichtung des Landratamtes. Vor gut drei Jahren habe sie selbst noch mit Mitarbeitern einen Stand geführt. Hinterher seien die Anfragen immer zahlreich eingetrudelt. "Nun ist der Stand aber nur noch einer von vielen. Die zwei Auszubildenden im Gewand der Altenburger Bauerntracht mögen zwar durch ihr Aussehen Aufmerksamkeit erregen, aber es mangle ihnen an Expertise und touristischem Verkaufstalent.

Nicht dabei ist auch die Käserei Altenburger Land, die letztes Jahr noch einen eigenen Stand stellte. Das Unternehmen sagte kurzfristig ab, was Geschäftsführer Claus Katzenberger nur knapp kommentieren wollte: An sich sei die Grüne Woche eine gutes Sache, aber das Budget habe es nicht zugelassen. "Wir haben andere Schwerpunkte gesetzt."

In Verzicht übt sich dieses Jahr zudem die Altenburger Senf-Fabrik. "Leider, wir hatten einen schönen Platz", sagt Firmengründer Karl Jungbeck und spielt damit auf die von Ex-Landrat Sieghardt Rydzeweski initiierte Gemeinschaftspräsentation des Altenburger Landes mit drei weiteren Thüringer Kreisen an. Man hätte wieder in die Gewürzhalle gehen können, aber angesichts von zu wenig Fläche und zu schlechter Lage habe man abgelehnt. "Da brauche ich nicht hinfahren." Halle 20 sei überhaupt nicht infrage gekommen. "Beim Landkreis wäre es noch schlimmer gewesen als in der Gewürzhalle."

Aus ähnlichem Grund befindet sich die Altenburger Destillerie erneut in der Sachsen-Halle. Zum einen gehöre die Erzgebirgische Destillerie und Liqueurmanufaktur ebenfalls zum Unternehmen, sagte Geschäftsführer Dietrich Hueck. Zum anderen hätten die Thüringer kein geeignetes Konzept angeboten. "Die Konditionen und der Platz sind bei den Sachsen einfach günstiger."

M. Steitz/T. Haegeler

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

"Harmlos, willenlos, hilflos" - so fasste ein Aufbau-Fan, der nur wenige Sekunden nach Spielschluss am Sonntagabend den Goldenen Pflug hastig verließ, die Partie der Thüringenliga-Handballer des SV Aufbau Altenburg gegen den ThSV Eisenach II zusammen.

12.01.2015

Analog zur gesunkenen Mitgliederzahl hat im vergangenen Jahr auch die Anzahl der lizensierten Übungsleiter in den Sportvereinen des Altenburger Landes abgenommen.

07.01.2015

Seit Ende Dezember sind die Türen der Postfiliale im Altenburger Gewerbegebiet Alte Ziegelei für immer geschlossen. Ein Abgang ohne Abschiedsgruß. Nicht einmal die Deutsche Post hat die Anlieger und Geschäfte in der Umgebung zuvor darüber informiert.

07.01.2015
Anzeige