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Grünen-Spitzenkandidatin hört sich im Altenburger Land um

Info-Besuch Grünen-Spitzenkandidatin hört sich im Altenburger Land um

Die Spitzenkandidatin der Grünen, Katrin Göring-Eckardt, besuchte am Donnerstag das Altenburger Land. Die Stippvisite kam auf Vermittlung ihrer Parteifreundin Doreen Rath zustande. Als Vorsitzende des Landschaftspflegeverbandes führte sie Göring-Eckardt erst zur Natura-2000-Station Schmölln und anschließend in die Agrar T & P Mockzig, wo Rath Geschäftsführerin ist.

Die Grünen-Fraktionschefin im Bundestag, Katrin Göring-Eckardt, sammelt Eindrücke in der konventionellen Landwirtschaft in Altenburger Land.

Quelle: Michael Kost

Ehrenhain. Die Spitzenkandidatin der Grünen für die Bundestagswahl, Katrin Göring-Eckardt, besuchte am Donnerstag das Altenburger Land. Die Stippvisite kam auf Vermittlung ihrer Parteifreundin Doreen Rath zustande. Als Vorsitzende des Landschaftspflegeverbandes führte sie Göring-Eckardt erst zur Natura-2000-Station Schmölln und anschließend in die Agrar T & P Mockzig, wo Rath Geschäftsführerin ist.

Konventionelle Landwirtschaft und grüne Ziele – das sei kein Widerspruch. Rath und ihre Kollegen im Altenburger Land setzen sich für den Umweltschutz ein und verwirklichen ökologische Maßnahmen. Das könnten die Landwirte aber nicht ehrenamtlich tun, sondern müssten damit auch Geld verdienen können, so Raths Botschaft, die Göring-Eckardt als politisches Ziel mitnehmen sollte. Ein zweiter Aspekt: Momentan gebe es zwar Förderprogramme, doch deren bürokratische Umsetzung in Thüringen führen bisweilen die Ziele ad absurdum.

Beispiel Naturschutzförderung: Um den Bauern Einnahmen für ökologische Maßnahmen zu ermöglichen, legte die Europäische Union ein Förderprogramm auf – etwa für Pufferstreifen an Gewässern. Solche schuf Carsten Sieler, Geschäftsführer der Agrar GmbH Ziegelheim, an der Wiera. Doch es gab nicht die erhofften Fördergelder, sondern eine Rückzahlung. Und das kam so: Am Bachufer wachsen Bäume, diese stellen laut Landwirtschaftsamt aber eine räumliche Trennung zum Bach dar, weshalb die angrenzende Fläche nicht als Pufferstreifen gelte. Das führte zu finanziellen Ausfälle und verringere den Anreiz, sich im konventionellen Betrieb mit Umweltschutz zu befassen, so Sieler. Göring-Eckardt sagte: „Bio-Landwirtschaft allein reicht nicht. Wir brauchen auch konventionelle Landwirtschaft. Deren Einnahmesituation müssen wir so verbessern, dass für sie Umweltschutz möglich ist.“

Beispiel Natura-2000-Station: Die kümmert sich um Natura-2000-Flächen und erhält fürs Personal Fördermittel. „Aber wir benötigen auch Geld, um die Qualität der Flächen zu erhöhen“, so Rath. Doch kein Projekte vom Landschaftspflegeverband wird derzeit gefördert, erläuterte sie Göring-Eckardt.

Von Jörg Reuter

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