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Altenburg Grünes Idyll unter der Lupe
Region Altenburg Grünes Idyll unter der Lupe
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15:00 27.06.2013

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Von der Zufahrt zur Sparte, über die Wege bis hin zum Pflegezustand einer jeden Parzelle - alles wird in Augenschein genommen. Auch das Gemeinwesen in dem Verein, die Bewirtschaftung von Freiflächen, dem Vereinsheim, die Parkplätze und eventuell leer stehende Parzellen werden benotet.

Um letzteren Punkt braucht sich der Chef der mit ihren 126 Jahren ältesten Kleingartenanlage Thüringens keine Gedanken machen: "Wir haben 55 Parzellen und die sind alle belegt und werden bewirtschaftet", sagt Dieter Seifert. Vor dem Rundgang wirkt der äußerlich ziemlich entspannt. "Ich habe ein gutes Gefühl. Hier ziehen auch alle an einem Strang", sagt er. Der Bauhof I ist erstmalig als aktueller Kreismeister bei einem Landeswettbewerb dabei. Sollte die Sparte sich gegen die Konkurrenz aus den anderen Teilen des Freistaates durchsetzen, dann wäre sie für den nur alle vier Jahre stattfindenden Bundeswettbewerb im kommenden Jahr qualifiziert: "Da bei der letzten Auflage des Landeswettbewerbes 2011 mit der Anlage Tagessonne ebenso eine Altenburger Anlage die Nase vorn hatte, wären dann beim Bundesfinale sogar zwei Altenburger Sparten am Start. Ein Novum in der Geschichte", unterstreicht der Chef des Regionalverbandes, Wolfgang Preuß, der beim Rundgang der Jury ein "sehr gutes Gefühl" hat. Auch weil er so manche Mitbewerbersparte kennt. "Da hat der Bauhof I gute Karten."

Wettkampferprobt sind die hiesigen Kleingärtner. Und erfolgreich: Anlagen aus unserem Verband waren bei allen ausgetragenen sechs Landesmeisterschaften dabei und siegten viermal, hat Preuß nachgerechnet. Und bei den bislang vier Bundeswettbewerben wurden zweimal Silber, einmal Bronze und eine Sondermedaille geholt.

Auch beim Rundgang anwesende Prominenz zeigt gestern, welchen hohen Stellenwert das Kleingartenwesen speziell in Altenburg genießt: Landrätin Michaele Sojka (Linke) sowie Altenburgs Oberbürgermeister Michael Wolf (SPD) sind mit dabei. Was übrigens die Juroren als Pluspunkt in ihren Kladden vermerken. Denn auch die Anteilnahme der führenden Lokalpolitik an dem Wettbewerb ist ein Kriterium.

Für Wolf, der selber dem Vorstand des Regionalverbandes angehört,ist das beileibe kein bloßer Pflichttermin. "Im Gegenteil. In die Kleingärten komme ich immer gerne. Altenburg ist ja mittlerweile in dieser Beziehung deutschlandweit zu einer Vorzeigestadt geworden", sagt er. Das seit einigen Jahren praktizierte Konzept zur Entwicklung des Kleingartenwesens, in dem die gezielte Förderung von Anlagen mit langfristigem Potenzial verankert ist, sorgt mittlerweile landauf und landab in Fachkreisen für Furore.

"Erst kürzlich haben wir das in Brandenburg vorgestellt und sind dabei auf großes Interesse gestoßen. Wenn es jetzt sogar mit zwei Startern beim Bundeswettbewerb klappen würde, wäre das für Altenburg ja noch einmal ein ganz großer Wurf."

Vorerst aber heißt es sich in Geduld üben. Erst im Oktober ist geplant, das Ergebnis des Wettbewerbs bekannt zu geben.

Wolf Jörg

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