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Grünes Licht für Aldi-Neubau im Altenburger Osterlandcenter

Grünes Licht für Aldi-Neubau im Altenburger Osterlandcenter

Das Osterlandcenter bekommt einen neuen Aldi-Markt und darf durch weitere Umbauten aufgewertet werden. Für eine entsprechende Änderung des inzwischen 17 Jahre alten Bebauungsplanes gab Altenburgs Stadtrat jetzt grünes Licht.

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Das Osterlandcenter soll durch einen Neubau für Aldi aufgewertet werden. Fotos: Mario Jahn

Quelle: Mario Jahn

Altenburg. Von Günter Neumann

 

Das unmittelbar nach der Wende errichtete Einkaufszentrum an der Geraer Straße hatte in den vergangenen Jahren durch den Weggang von Mietern wie Schlecker, Deichmann und Edeka deutlich an Attraktivität verloren.

 

Neben dem Neubau für Aldi mit 1142 Quadratmetern Verkaufsfläche plant die MJM Immobilien GmbH aus Pegnitz in Bayern auch die Neuordnung der Sortiments- und Verkaufsflächen in den vorhandenen Gebäuden. Je Nutzungseinheit sind künftig Verkaufsraumflächen bis 1200 Quadratmeter erlaubt, wie aus der Begründung des von Oberbürgermeister Michael Wolf (SPD) vorgelegten Bebauungsplanes hervorgeht. Durch das Streichen der einst geplanten, aber nie errichteten Tennishalle und den Abriss alter Gebäude an der Ecke Geraer-/Sternstraße entsteht zudem mehr Platz, der unter anderem für weitere Parkplätze genutzt werden soll.

 

In der Debatte hatte Wolf eine "bedenkliche Entwicklung" im Osterlandcenter festgestellt. Mit seinem jetzigen Angebot könnten die Bedürfnisse der Anwohner in diesem Altenburger Stadtteil nicht mehr befriedigt werden. "Der Investor hat ein Interesse, seine Immobilie wieder zu füllen", betonte der OB außerdem. Das Objekt müsse dazu an die neuen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen angepasst werden. "Wir sollten zügig das Begehren des Investors unterstützen", warb er um die Zustimmung der Stadträte zu den Plänen.

 

Die wirtschaftlichen Probleme beim Betreiben des Objekts erläuterte Investor Josef Hoffmann den Stadträten persönlich. Das über zwei Jahrzehnte alte Fachmarktzentrum müsse dringend den heutigen Gegebenheiten des Einzelhandels angepasst werden. Erforderlich sei dafür unbedingt ein sogenannter Ankermieter wie Aldi, "und Aldi steht weiterhin zu diesem Standort", versicherte Hoffmann.

 

Allerdings gebe es die "nachhaltige Bitte von Aldi" um einen Neubau. Heute seien dafür beispielsweise ganz andere Abmessungen nötig als Anfang der 1990er-Jahre. "Nicht zuletzt die Anforderungen an Gangbreiten und Regalhöhen haben sich mit Rücksicht auf die älter werdenden Menschen geändert", begründete Hoffmann. "Aldi hat seinen Verbleib am Standort von dem Neubau abhängig gemacht. Die Dringlichkeit ist groß", beantwortete er entsprechende Anfragen von Stadträten. Er hoffe noch im Winter auf die Baugenehmigung, um im Frühjahr beginnen zu können.

 

Mit 29 Ja- und nur zwei Neinstimmen billigte der Stadtrat die vorgelegten Planungen. Zuvor hatte er mit großer Mehrheit eine Rücküberweisung des Beschlusses in die Ausschüsse abgelehnt. Das war von der Fraktion Stadtforum/Grüne gefordert worden, um ausdrücklich ein Verbot innenstadtrelevanter Sortimente in der Planung festzuschreiben.

 

Der Oberbürgermeister sah übrigens auch keinerlei Parallelen zu dem von der Stadt juristisch bekämpften Aldi-Umbau in Nobitz. Dies sei "überhaupt nicht vergleichbar", sagt er ausdrücklich. Altenburg sei ein zentraler Ort, für den eine ganz andere Herangehensweise gelte.

Günter Neumann

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Von Redakteur Gabriele Neumann

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