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Altenburg Grundwasser-Verseuchung: Geld vom Bund für weitere Sanierung in Schelditz
Region Altenburg Grundwasser-Verseuchung: Geld vom Bund für weitere Sanierung in Schelditz
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11:04 05.07.2016
Das Grundwasser unter etlichen Gebäuden in Schelditz ist mit mehreren krebserregenden Stoffen verseucht. Quelle: Jens Paul Taubert
Schelditz

Der Bund wird nach Angaben des Thüringer Umweltministeriums weiteres Geld für Sanierungsarbeiten im Rositzer Ortsteil Schelditz zur Verfügung stellen. Für die Finanzierung gebe es jetzt grünes Licht, teilte das Ministerium mit. Damit könne die weitere Planung zur Verringerung der Gefahren durch den Grundwasseranstieg sowie durch das ehemalige Teerwerk Rositz 2016 und 2017 fortgesetzt werden.

Rositz im Altenburger Land leidet bis heute unter den Folgen des DDR-Braunkohleabbau und des Teerwerks. Zur Höhe des freigegebenen Geldes machte das Ministerium keine Angaben. „Umweltaltlasten aus dem alten DDR-Bergbau müssen Bund und Länder gemeinsam schultern“, erklärte Umweltministerin Anja Siegesmund (Grüne).

Thüringen hat nach Ministeriumsangaben trotz der zunächst ausstehenden Finanzierungszusage den Auftrag für eine Versuchsanlage zur biologischen Grundwasserreinigung, einen sogenannten Biofilter, in Auftrag gegeben. Die Versuchanlage solle in diesem Jahr eingerichtet werden. Durch den hohen Grundwasserspiegel sind in Schelditz Häuser gefährdet. Verdrecktes Wasser war in Keller gedrückt worden und hatte für Gestank sorgt.

In den kommenden Jahren könnten laut einem Gutachten bis zu 42 Häuser betroffen sein. Um Abhilfe zu schaffen, sollen ein Bach verlegt, eine Straße angehoben und Bodenfilter installiert werden. Die Kosten wurden im Frühjahr auf mindestens zehn Millionen Euro beziffert.

Von LVZ

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