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Altenburg Grundwasser steigt weiter
Region Altenburg Grundwasser steigt weiter
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19:00 07.02.2014

Mit den vorliegenden Berechnungen lassen sich nun aber die Auswirkungen von Sanierungsmaßnahmen auf den Grundwasserhaushalt prüfen.

Das Ingenieurbüro für Grundwasser GmbH aus Leipzig stellte die berechneten Daten den Auftraggebern der Lausitzer und Mitteldeutschen Bergbau-Verwaltungsgesellschaft (LMBV), dem Landratsamt Altenburg und den Thüringer Landesbehörden vor. "Die Gutachter sind zu dem Ergebnis gekommen, dass der Grundwasserstand wegen der noch zu erwartenden Änderungen im Wasserhaushalt in Schelditz noch langfristig ansteigt", erklärt Birgit Seiler, Fachdienstleiterin Natur- und Umweltschutz, auf Nachfrage. Sie war als Vertreterin des Landkreises bei der Vorstellung der Ergebnisse dabei.

Das Zeitfenster für das sogenannte Lupenmodell, nachdem der Grundwasseranstieg berechnet wird, reiche bis ins Jahr 2100. Bis dahin werde das Grundwasser in Schelditz um einen bis eineinhalb Meter ansteigen, nennt sie konkrete Zahlen. Laut des Gutachtens kann bei langanhaltendem Regen oder bei Starkregen der Grundwasserstand sogar noch höher liegen.

Bereits bekannt, wird auch in diesem Gutachten darauf hingewiesen, dass das Grundwasser im Bereich Schelditz von einer lehmigen Bodenschicht überlagert wird. Diese wirkt als Barriere. "Doch dort wo diese Schicht durch Bauarbeiten zerstört ist, wirkt sie nicht mehr. Dort tritt Grundwasser aus und so gelangen Schadstoffe nach oben", nennt Seiler eine weitere Aussage des Gutachtens. Aus dem geht auch hervor, dass es zu weiteren Vernässungen, die es bereits heute in mehreren Gebäuden in Schelditz gibt, kommen kann.

Mit den vorliegenden Prognosen zum Grundwasseranstieg steht laut Gutachter Holger Mansel ein Werkzeug zur Verfügung, um die Auswirkungen der Sanierungs- und Sicherungsmaßnahmen aus dem Grundwasserhaushalt prüfen und bewerten zu können.

"Ausgehend von den berechneten Daten steht fest, dass das Abpumpen von Grundwasser aus den bereits betroffenen Kellern kann nur eine Zwischenlösung sein", so Seiler. Es müsse an deren Ablösung durch geeignete langfristig wirkende Maßnahmen gearbeitet werden. Konkrete Vorschläge dafür gibt es in dem Gutachten nicht. "Wir brauchen jetzt für das Grundwasserproblem in der Talstraße in Schelditz schnell eine konkrete Planung für mehrere Varianten, um eine langfristige und dauerhafte Lösung zu finden", betont die Fachdienstleiterin.

Das Landratsamt sei sich sicher, dass es gelingt, zusammen mit dem Freistaat Thüringen und der LMBV die Maßnahmenplanung schnell auf dem Weg zu bekommen. "Denn alle Beteiligten kennen nun die bedrohliche Situation", meint Seiler.

In der nächsten Woche war nach OVZ-Informationen ein Vor-Ort-Termin geplant, um der Öffentlichkeit das Gutachten zu erläutern. Dieser Termin musste aber verschoben werden.

Neumann, Marlies

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