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Altenburg Guss Meuselwitz: Jahresumsatz liegt mit 70 Millionen Euro über den Erwartungen
Region Altenburg Guss Meuselwitz: Jahresumsatz liegt mit 70 Millionen Euro über den Erwartungen
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22:00 05.02.2016
35.300 Tonnen Guss wurden in dem Werk produziert. Quelle: Mario Jahn
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Meuselwitz

„Wir haben 35.300 Tonnen Guss produziert, was einer Steigerung von sechs Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht“, resümiert Guss-Geschäftsführer und Miteigentümer Herbert Werner. Er schätzt das Jahr 2015 allerdings auch als turbulent ein. Ging es im ersten Halbjahr mit den Aufträgen stetig nach oben, schwächelte im Oktober und November die Auftragslage.

Dieses Phänomen sei seit Jahren zu beobachten. „Viele Unternehmen haben sich von der Lagerhaltung verabschiedet“, so der Firmenchef. „Erst wenn klar ist, was das neue Jahr bringt, wird wieder bestellt. Durch dieses Geschäftsgebaren hatten wir dann allein im Dezember Auftragseingänge für rund sieben Millionen Euro.“ Das habe dazu geführt, dass fast alle der 400 Mitarbeiter, von denen 340 fest angestellt sind, bis einen Tag vor Weihnachten ran mussten. Schwankungen in der Produktion, die es vorher gegeben habe, sind mit Arbeitszeitmodellen abgefangen worden.

Als einen Garanten für das neuerliche Wachstum nannte Werner den deutlichen Anstieg der Produktion von Großgussteilen. „Die machen heute bereits 50 Prozent unserer Gesamtproduktion aus. Das zeigt erneut, wie wichtig und richtig es war, in der Vergangenheit verstärkt in diesen Bereich zu investieren“, so der 71-Jährige. Hier setzt die Gießerei nicht nur auf eine, sondern gleich auf drei Sparten – Werkzeugmaschinenbau, Windkraft und Plastspritzmaschinen.

Ein starkes Wachstum verzeichnen die Meuselwitzer Eisengießer zudem beim Export. Rund 20 Prozent der hergestellten Gussteile gehen inzwischen vor allem in die USA, nach Österreich oder in die Schweiz. Rund die Hälfe der Exportgüter ist für den amerikanischen Markt bestimmt. „Der schwache Euro im Vergleich zum Dollar wirkt sich für uns positiv aus“, so Werner. Das ist wichtig, denn der Preiskampf in der Gießereibranche setzte sich im vergangenen Jahr ungebremst fort. Wer da mithalten will, muss kostendeckend arbeiten.

„Um unsere gute Position am Markt zu halten, haben wir ein Kostensenkungsprogramm aufgestellt. Wichtigster Ansatzpunkt sind die Energiekosten. Weil die Gießereibranche sehr energieintensiv ist, belaufen sich die jährlichen Kosten auf rund 5,5 Millionen Euro. Durch Sparmaßnahmen ist es uns gelungen, trotz der Mehrproduktion den Energieverbrauch stabil zu halten“, betont der Firmenchef. Der günstige Einkauf und der sparsame Umgang mit Materialen seien weitere Sparfaktoren. Aber auch neue Technologien, Rationalisierung und im Unternehmen entwickelte neue Werkstoffe wirken sich auf die Preisgestaltung aus.

Um nicht nur Planungssicherheit für die ersten Monate, für die die Auftragsbücher gut gefüllt sind, zu haben, stimmt sich die Gießerei derzeit zum Beispiel mit den Großkunden ab, um den Trend für die Entwicklung in diesem Jahr zu ermitteln. Um die Großgussproduktion, die das Rückgrat des Unternehmens darstellt, noch zu optimieren und auszubauen, soll in der Guss Meuselwitz ein Erweiterungskonzept erarbeitet werden. Dabei wird auch eine Hallenerweiterung in Betracht gezogen.

„In diesem Jahr wollen wir mindestens ein Wachstum von drei Prozent erreichen. Das würde bedeuten, dass wir mehr als 36 000 Tonnen Guss herstellen“, untersetzt Werner die Ziele für 2016 mit Zahlen.

Von Marlies Neumann

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