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Altenburg Haareschneiden für guten Zweck / Benefizaktion im historischen Friseurhaus bringt 471,50 Euro für Kinder im Kongo
Region Altenburg Haareschneiden für guten Zweck / Benefizaktion im historischen Friseurhaus bringt 471,50 Euro für Kinder im Kongo
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21:03 03.12.2012

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Von Ellen Paul

"Das ist die Gelegenheit, um sich die Haare schneiden zu lassen, Kaffee zu trinken und auch noch etwas Gutes zu tun", sagte sich Barbara Beer, als sie die Ankündigung der Veranstaltung "Haareschneiden für Kinder im Kongo" in der OVZ gelesen hatte. Und so setzte sich die 73-Jährige am Sonnabend auf ihr Fahrrad und fuhr in den Salon in der Pauritzer Straße, dessen Interieur sie noch aus Kindheitstagen kannte. "So sah es aus, als meine Mutter zum Friseur ging und ich sie als kleines Mädchen begleitete." Furchterregend sei das damals gewesen mit diesen Glätteisen und den elektrischen Apparaturen für die Kaltwelle.

Am Sonnabend freilich wurde im historischen Ambiente selbstverständlich nicht mit den altertümlich anmutenden Utensilien, sondern mit modernem Gerät für ein schönes Outfit der Kunden gesorgt.

Wem dies doch nicht ganz geheuer erschien, der war im historischen Friseurhaus dennoch willkommen - bei Kaffee sowie selbst gebackenem Kuchen und Stollen in der Bohlenstube. Dort konnte man zudem Jürgen Hauskeller lauschen, der von seinen Erlebnissen im Kongo so mitreißend und detailgetreu zu berichten wusste. Der 75-jährige Pfarrer in Rente hatte vier Jahre mit seiner Ehefrau Christine in dem zentralafrikanischen Land gelebt und mit ihr den Verein "Hilfe für Menschen im Kongo" gegründet.

Um über dieses ungewöhnliche Engagement mehr zu erfahren, waren Renate und Werner Glöckner extra aus Glauchau angereist. Renate Glöckner hat als Ausbilderin in einer Krankenpflegeschule mit jungen Mädchen aus Angola zu tun, deren Schicksal sie sehr bewegte. "Deswegen wollen wir helfen. Und wir sind nach den Gesprächen sicher, dass unsere Spende auch wirklich bei den Bedürftigen ankommt."

Der Hilfe-Verein betreibt seit sieben Jahren in Kinshasa ein Waisenheim für 20 Mädchen, die dort nicht nur betreut, sondern auch medizinisch versorgt werden. Außerdem wird das Schulgeld für 40 Kinder bezahlt.

"Vor so viel Engagement kann man nur den Hut ziehen. Es war mir deshalb ein Bedürfnis, die Sache zu unterstützen", so der Vorsitzende des Fördervereins Historisches Friseurhaus, Peter Müller. Der 60-Jährige fand bei sechs Friseurinnen, die ebenfalls Mitglieder im Verein sind, Unterstützung. Sie allesamt arbeiteten am Sonnabend unentgeltlich. Hauskellers und eine der Friseurinnen stellten den Kuchen und Stollen zur Verfügung.

"Viele Besucher bezahlten nicht nur, sondern legten zudem noch so manchen Schein in die Spendenbox. 471,50 Euro sind auf diese Weise zusammengekommen", freut sich Peter Müller.

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