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Altenburg Hämmern statt büffeln: Bauarbeiter haben die Bildungstempel erobert
Region Altenburg Hämmern statt büffeln: Bauarbeiter haben die Bildungstempel erobert
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00:35 17.08.2015
Marcel Ott, Bernd Kordein und Joachim Günther (v.l.) von der Dachdeckerei Klement aus Oberlödla arbeiten an der Turnhalle des Lerchenberggymnasiums. Quelle: Jens Paul Taubert
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Dafür erhält das 50-jährige Haus jetzt im Auftrag des Landratsamtes sozusagen eine Generalsanierung. Circa 400 000 Euro werden allein in die aktuell laufenden Arbeiten investiert: "Das Dach des Hauptgebäudes, die Blitzschutzanlage und die Fassade wurden und werden erneuert", erzählt Preißler und strahlt dabei mit der Sommersonne um die Wette. "Weil die Arbeiten von so vielen verschiedenen Gewerken bislang reibungslos und sehr gut aufeinander abgestimmt gelaufen sind. Wir alle sind richtig glücklich über diese Entwicklung. Dafür gilt mein Dank den Handwerkern und den Verantwortlichen beim Landratsamt, die auch uns in die Arbeiten immer eng mit einbezogen haben", betont sie. In den nächsten Tagen bekommt auch noch die Fassade ein neues Antlitz. "Mediterran-freundlich oder anders umschrieben: freudig-lebendig", umschreibt es Simone Preißler. Wenn dann am 24. August die Gymnasiasten ihre Schule erstmals wiedersehen, dann werden sie aus dem Staunen nicht herauskommen. "So ein schmuckes Gebäude macht doch viel mehr Freude beim Lernen und motiviert zusätzlich."

Die Arbeiten werden allerdings auch noch während des regulären Unterrichts weitergehen: "Die Verschattungen vor den Fenstern werden dann noch angehängt und im September geht es im Gebäude weiter. Dann sollen Türen, Teile der Elektrik und eventuell auch Heizung sowie Sanitäranlagen erneuert werden", sagt die stellvertretende Schulleiterin.

Das Lerchenberggymnasium ist derzeit die größte Sommerbaustelle an den Schulen des Landkeises unter der Regie des Landratsamtes. An insgesamt 14 Schulstandorten des Kreises laufen derzeit Bauarbeiten. So beispielsweise auch an der Wieratalschule in Langenleuba-Niederhain, wo derzeit die Dacharbeiten für eine neue Schulsporthalle laufen, die rund 335 000 Euro kosten wird. Drittgrößter Finanzposten ist die Landschule Treben, wo in die Beseitigung von Hochwasserschäden rund 200 000 Euro ausgegeben werden. Vom neuen Spielplatz bis hin zu Fußböden und Anstrichen reicht die Palette auch an den anderen Bildungseinrichungen von Ponitz bis Meuselwitz (siehe Kasten).

Auch in der Kreisstadt haben Bauarbeiter an Schulen in Trägerschaft der Stadt Altenburg derzeit das Zepter übernommen. Als derzeit größtes Projekt gilt aktuell der Bau der Schulsporthalle an der Mäderschule, in die 1,95 Millionen Euro investiert werden. Derzeit wird ebenso die Fassade der Grundschule "Martin Luther" saniert. "Die lärm- und schmutzintensiven Arbeiten sollen bis zum Schulbeginn abgeschlossen werden", sagt Rathaussprecher Christian Bettels. Die Fertigstellung der zwei Fassadenseiten soll Ende Oktober erfolgen.

Und in der Grundschule Platanenstraße werden Baumaßnahmen wegen brandschutztechnischer Erfordernisse durchgeführt. Die Kosten dafür belaufen sich auf rund 75 000 Euro und sollen Ende September beendet werden.

Jörg Wolf

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