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Altenburg Hänsel und Gretel verzaubern Kinder im Altenburger Theater
Region Altenburg Hänsel und Gretel verzaubern Kinder im Altenburger Theater
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15:19 27.10.2015
Altes Märchen neu erzählt: „Hänsel und Gretel“ als Familienkonzert im Theater Altenburg.   Quelle: Mario Jahn
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Altenburg

 Das Märchen von Hänsel und Gretel, dem Geschwisterpaar, das sich im Wald verirrt und dort auf die Hexe trifft, kennt wohl jeder. Und auch die wohl bekannteste von Engelbert Humperdinck gleichnamig komponierte Oper gehört in die Vorweihnachtszeit, wie der Tannenbaum und der Lebkuchen. Die Märchenoper begeisterte in einer gekürzten und für die jüngsten Konzertbesucher angepassten Fassung die ganze Familie im Landestheater.

Wichtel Wilhemine alias Musikdramaturgin Lorina Mattern begleitete die beiden Geschwister zusammen mit dem Philharmonischen Orchester Altenburg-Gera unter Leitung von Thomas Wicklein durch ihr Abenteuer im Märchenwald der Knusperhexe. Dass das Publikum vom ersten Moment in den Bann des Märchens „Hänsel und Gretel“ gezogen wurde, lag wohl auch am Taktstock des Dirigenten Thomas Wicklein. Gekauft im Gebrüder-Grimm-Shop zauberte der Zauberstock von Anfang an eine märchenhafte Atmosphäre und ließ die Melodien der Kinderoper stimmungsvoll erklingen. Denn mit Musik können Märchen noch viel emotionaler und packender erzählt werden.

„Brüderchen komm tanz mit mir“, „Suse liebe Suse, was raschelt im Stroh?“ oder „Ein Männlein steht im Walde“ – Lieder, die mittlerweile die Bekanntheit von Volksliedern erreicht haben, erkannten auch die jüngsten Konzertbesucher und erlebten die Faszination Oper von klein auf.

Derweil gelangten Hänsel und Gretel immer tiefer in den Wald und verirrten sich, trotz Brotkrümelspur. Begleitet von den Rufen des Kuckucks fanden sie das Lebkuchenhaus der Hexe. „Der Ruf des Kuckucks entsteht, wenn das Kuckucksinstrument, eine Wippe mit zwei Blasebälgen, bedient wird, so dass die Luft beim Niederdrücken des Blasebalgs zu einer Art Orgelpfeife geleitet wird“, erklärte Wicklein dem Publikum und sorgte damit für den Lerneffekt im Konzert.

Auf ihrem Weg begegneten Hänsel und Gretel dem Sandmännchen und dem Taumännchen, die mit ihren Liedern die beiden Kinder in den Schlaf singen beziehungsweise am Morgen wieder wecken. Die böse Hexe, die ihren Hexenritt im Parkett des Theaters veranstaltete, sorgte auch bei Florentine und Frederike Prehl aus Ponitz für Gefallen. „Das Kostüm ist toll und sieht so gruselig aus, dass man sich wirklich fürchtet“, waren sich beide einig. Angekommen am Lebkuchenhaus aßen sich die Geschwister satt, nur kurz darauf ließ ein Zauberspruch der Hexe beide Kinder in einen tiefen Traum fallen. Doch zum Glück wusste Wichtel Wilhelmine, was zu tun ist. Mit Trommeln und Kesselpauken erweckte das Orchester Hänsel und Gretel aus ihrem Traum und sie brachen mit Witz und Charme und dem Optimismus der Kinder im Publikum die Macht der Hexe, warfen sie in den Ofen und befreiten die verzauberten Kinder.  

 

Von Franziska Beer

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