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Altenburg „Halbes Schloss“ in Niederhain und Trebener Bahnhof unterm Hammer
Region Altenburg „Halbes Schloss“ in Niederhain und Trebener Bahnhof unterm Hammer
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00:33 22.11.2015
Zum Ersten, zum Zweiten und zum Dritten! Quelle: Patrick Moyé
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Altenburg

Das Halbe Schloss ist deshalb spektakulär, weil es sich dabei um ein denkmalgeschützte Herrenhaus mitten im Ortskern von Langenleuba-Niederhain im idyllischen Wieratal handelt. Die einstige mittelalterliche Wasserburg wurde zwischen 1707 und 1711 zu einem barocken Ritterschloss umgebaut. 1838 wurde der Südflügel des Anwesens abgerissen, weshalb es auch seinen bis heute gebräuchlichen Namen hat. Das seit Jahren leerstehende Gebäude, das bis 1965 als Schule genutzt wurde, umfasst eine Nutzfläche von über 1300 Quadratmetern und steht auf einem über 4000 Quadratmeter großen Grundstück. Im Innern des Hauses gibt es Kreuzgewölbe, barocke Stuckdecken und reich verzierte Kamine. Die Fassade ist mit zahlreichen Verzierungen sowie einer Figur und einem Wappen über dem Eingang versehen. Für die stark sanierungsbedürftige Immobilie (teilweise undichtes Dach und Risse in der Fassade) müssen mindestens 5000 Euro geboten werden. Das Halbe Schloss gehört dem Bund.

Dasselbe Startgebot gilt für den Bahnhof in Treben-Lehma, zu dem ein Teil des 1300 Quadratmeter großen Umgebungsgrundstücks gehört. Das Gebäude mit Anbau, dessen Baujahr unbekannt ist, verfügt über eine Wohn- beziehungsweise Nutzfläche von 200 Quadratmetern, von denen aktuell 66 Quadratmeter vermietet sind. Die Räume im Erdgeschoss werden vom Eigentümer, der Deutschen Bahn, für den laufenden Betrieb genutzt. Im Ober- und Dachgeschoss befinden sich einstige Wohnungen mit einfacher Sanitärausstattung und Holzthermofenstern. Insgesamt braucht die Immobilie eine Frischzellenkur, was das relativ niedrige Startgebot erklärt.

Bei den anderen neun Immobilien aus dem Altenburger Land, die zur Winterauktion in Leipzig unter den Hammer kommen, handelt es sich ausschließlich um Wohn- und Geschäftshäuser oder Grundstücke. Heraus stechen hierbei ein komplett vermietetes und teilsaniertes Mehrfamilienhaus in der Schloßstraße im Altenburger Ortsteil Ehrenberg, das 1936 errichtet wurde, mit dem höchsten Startgebot unter den angebotenen Immobilien aus dem Kreis von 60.000 Euro und das Haus, in dem sich in der Straße der Einheit der Einkaufsmarkt in Dobitschen befindet. Dieses startet bei 15.000 Euro für das größtenteils sanierte Gebäude auf fast 1400 Quadratmetern Grundstück, was sich dadurch erklärt, dass es partielle Nässeschäden mit Schimmel gibt. Weitere Markante Gebäude, die unter den Hammer kommen, sind die leerstehende Villa in der Altenburger Fabrikstraße 6 und das teilweise vermietete Mehrfamilienhaus in der Altenburger Hempelstraße 10. Die denkmalgeschützte Villa in der Fabrikstraße, die vier Wohnungen beherbergt, wurde um 1890 errichtet. Für das Haus müssen mindestens 25.000 Euro geboten werden.

Hintergrund für die Auktionen sind übrigens nicht zwingend finanzielle Schwierigkeiten der Eigentümer. Denn die Sächsische Grundstücksauktion AG versteigert nach eigenen Angaben nur von den Eigentümern freiwillig angebotenen Immobilien. Zwangsversteigerungen finden demnach nicht statt.

Alles in allem kommen bei der Winterauktion am 26. November in Dresden und zwei Tage später in Leipzig 120 Immobilien unter den Hammer, darunter 32 Objekte aus Thüringen. Neben dem Bahnhof von Treben-Lehma werden auch Bahnhofsgebäude des Erfurter Ortsteils Kühnhausen, von Pöllwitz (Zeulenroda-Triebes) und Crossen an der Elster aufgerufen.

Unter www.sga-ag.de im Internet kann der Katalog der Winterauktion eingesehen werden.

Von Thomas Haegeler

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