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Altenburg Hals über Kopf über die Nobitzer Rollbahn: Airport Skate macht’s möglich
Region Altenburg Hals über Kopf über die Nobitzer Rollbahn: Airport Skate macht’s möglich
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00:21 14.09.2017
Sportlicher Auftritt vor der Kulisse des Towers: Neben zahlreichen Inlineskatern, teils in Tierkostümen, rollten auch Rhönräder über die Asphaltbahn. Quelle: Mario Jahn
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Nobitz

„Über den Wolken muss die Freiheit wohl grenzenlos sein“, sang einst Reinhard Mey. Doch auch unter den Wolken tun sich manchmal ganz besondere Freiheiten auf, wenn der Flugbetrieb mal ruht. So geschehen am Samstag in Nobitz. Auf der Rollbahn des Airports Leipzig-Altenburg, wo sonst Kleinflugzeuge dominieren, starteten einen Abend lang Inlineskater und andere Sportfreunde durch.

Aufgerufen zum Airport Skate hatte zum wiederholten Mal der Kreissportbund gemeinsam mit dem Turn- und Sportverein 1876 Nobitz. Und auch andere Vereine zeigten, was sie zu bieten haben. Das Eröffnungsprogramm gestalteten die Tanzratten aus Nobitz. 22 Kinder und Jugendliche im Alter von 5 bis 14 Jahre sind dort aktiv. Und unterm Dach rollten die Bälle: „Man kann zusammen mit dem Basketballverein ein paar Körbe werfen“, warb Anja-Maria Leibold, Sport- und Jugendkoordinatorin beim Kreissportbund.

Vor allem aber rollten die Räder. Zahlreiche Rollschuhfahrer nutzten die Gelegenheit zum Ausflug über die Start- und Landebahn in der Abenddämmerung. Und nicht nur sie: Mit dem Startschuss der Eröffnungsrunde setzten sich auch fünf Rhönräder in Bewegung. Die Mädels mit der Trainerin Sylvie Meißner hatten sich vorgenommen, einen Kilometer auf dem Rollfeld hinter sich zu bringen. „Draußen turnen wir ja nun mal nicht. Deshalb ist das hier mal was ganz anderes für uns.“ Um die 200 Umdrehungen legten die Mädels dann tatsächlich zurück, wobei die eine oder andere danach schon anmerken musste, dass es ihr im Magen herumgeht oder sich leichte Kopfschmerzen ankündigten.

Zwischen den Inlineskatern mit Helm und Schonern entdeckte der Zuschauer auch einheimische oder exotische Tierarten. Sportler im Kostüm. Hühnchen, Tiger, Eisbär und Koala düsten so Runde um Runde über die Rollbahn. Das Koalafräulein war dabei die ausschlaggebende Person für das tierische Vergnügen. Denn Sissy Maaß aus Gößnitz war nach ihrem Abitur ein Jahr in Australien. „Ich hatte mir damals für die Mottowoche in der Schule das Kostüm gekauft“, erklärte sie. Für den Einmalgebrauch ist es zu schade, also wurde es auch beim Airport Skate noch mal übergestreift. Eine Entscheidung mit Folgen: Sissys Vereinsfreunde ließen sich auf den Spaß ein und zogen mit: Mehrere Mitstreiter der Spielleute-Union „Frisch voran“ Schmölln/Gößnitz schlüpften in Tierkostüme.

Ursprünglich, so erinnerte der Nobitzer Bürgermeister Hendrik Läbe (SPD), sei die Skater-Ausfahrt fester Bestandteil des Nobitzer Dorffestes gewesen, doch das habe einen enormen Aufwand hervorgerufen. „Mit der Genehmigung, den Flugplatz nutzen zu dürfen, haben wir eine perfekte Alternative gefunden. Es ist wirklich eine imposante Kulisse, gerade wenn abends die Rollbahn-Grenzleuchten angeschaltet sind“, schwärmte Läbe.

Und wer trotzdem nicht auf die Freiheit über den Wolken verzichten wollte: Auch ein Flugsimulator stand am Samstag für Testflüge bereit.

Von Eva Anna-Lena Zorn

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