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Altenburg Handball-Bilanz: Aufbau-Frauen gelassen, LSV-Männer mit Abstiegssorgen
Region Altenburg Handball-Bilanz: Aufbau-Frauen gelassen, LSV-Männer mit Abstiegssorgen
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19:50 28.12.2011
Altenburg

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Von Lutz Pfefferkorn

So sieht es zur Saisonhalbzeit alles andere als rosig aus für die LSV-Handballer. Sorgen bereitet nicht nur die Tatsache, dass sie nur Dank eines besseren Torverhältnisses nicht auf einem Abstiegsplatz ausharren müssen. Auch der Umstand, dass man in der Rückrunde nur sechsmal zu Hause antreten kann und siebenmal auf Reisen gehen muss, spricht nicht unbedingt für die Ziegel- heimer, die sich fünf der bisherigen sechs Punkte in heimischer Halle erkämpften. Auch in der Rückrunde dürfte den Heimspielen große Bedeutung zukommen. Aber immerhin erscheinen alle Gegner, die von Januar bis Mai anreisen werden, als bezwingbar.

Entscheidend könnte bereits die zweite Januar-Woche sein, wenn zwei Heimspiele gegen unmittelbare Leidgenossen im Abstiegskampf anstehen: gegen TUS Radis und HSG Wolfen. "Es wird Zeit, zu Hause wieder mal eine Serie zu starten, aber leicht wird es sicher nicht", meint Spielertrainer Steffen Moritz.

Tatsächlich hat sich die Qualität innerhalb der Spielklasse enorm verbessert, alle Mannschaften haben sich verstärkt, um die attraktive Liga halten zu können. Dass die Ziegelheimer bei diesem Treiben nur neidvoll über den Zaun blicken können, war von vornherein klar.

Aufgegeben wird aber nicht. Auch über Weihnachten wurde geackert. Fitnesstraining, individuelle Hausaufgaben für die Feiertage sowie Mannschaftstraining so weit möglich standen an. Dafür hat man sich mit Mario Kühnert ein LSV-Urgestein als Co-Trainer zur Hilfe geholt. Er soll gemeinsam mit dem Mannschaftsrat von Außen für zündende Ideen sorgen, nachdem sich die Wunschpersonalie für die Bank, Ex-Erstliga-Handballer Heiko Jahn, zumindest für diese Saison zerschlagen hatte.

Mit einem Pfund können die Ziegel-heimer dann aber doch noch wuchern: Zu keinem der Abstiegskandidaten kommen so viele Zuschauer in die Halle wie bei Spielen der Wierataler. Wenn die Fans ihre Mannschaft auch weiterhin so unterstützen wie bisher, immer an sie glauben und den "achten Mann" ersetzen, dann sollte noch so einiges machbar sein, auch der Klassenerhalt.

Etwas gelassener konnten die Aufbau-Frauen die freien Tage angehen. Sie stehen zurzeit auf dem vierten Tabellenrang und haben damit ihr Soll zur Meisterschaftspause erfüllt. Genauso sieht es auch Trainer Michael Zita: "Das Ergebnis deckt sich in etwa mit meinen Erwartungen, lediglich mit den Niederlagen in Salzland und Halle konnte ich schlecht leben, aber die Mannschaft wird Gelegenheit haben, verlorenen Boden wieder gutzumachen." Zudem gibt der Trainer zu bedenken, dass Stefanie Lingk und Ingrida Radzeviciute nicht durchgängig zur Verfügung standen, und Yvonne Dietrich, Daniela Wurst und Lucie Dorotikova schwere Verletzungen weit zurückwarfen.

Ein großes Manko sieht Zita allerdings noch: "Aus unerklärlichen Gründen haben die Frauen in sieben der elf Spiele jeweils eine sehr gute und eine eher schlechte Halbzeit gespielt. Da muss unbedingt mehr Konstanz reinwachsen."

Dennoch gibt der vierte Tabellenrang Grund zur Vorfreude auf die Rückrunde. Allerdings wurde nach dem letzten Ausdauertest am 21. Dezember keine Spielerin in die Feiertage entlassen, bevor sie nicht auf die Waage gestiegen ist. Die erste Trainingseinheit am 2. Januar sollte dann keine allzu großen Gewichtsunterschiede an den Tag bringen, fordert das Trainerduo Michael Zita und Christian Vincenz.

Fehlen werden zum Trainingsauftakt Jacqueline Kley und Janine Heinze. Die beiden 20-Jährigen sind aus persönlichen Gründen wieder zurück zu ihren Heimatvereinen gewechselt. Letztere schließt allerdings eine Rückkehr zu den Prinzenräuberinnen in der kommenden Saison nicht aus. Auch in den Überlegungen der Trainer dürfte Janine Heinze eine nicht unbedeutende Rolle spielen. Denn während in diesem Jahr allenfalls ein Medaillenrang als Ziel angestrebt werden dürfte, kann bei den Anstrengungen, die der Verein in den vergangenen drei Jahren im Frauenbereich unternommen hat, das Ziel für nächstes Jahr eigentlich nur 3. Deutsche Handball-Liga heißen.

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