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Altenburg Handballer von Aufbau Altenburg versetzt Konkurrenz in Staunen
Region Altenburg Handballer von Aufbau Altenburg versetzt Konkurrenz in Staunen
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18:08 27.11.2012
Aufbau-Spieler Moritz Pohl hat den Ball erkämpft und wird von einem Teamkameraden vor den Angriffen der Gegenspieler abgeschirmt. So kommt er unbedrängt zum Wurf. Quelle: Mario Jahn
Altenburg

Im Goldenen Pflug war am Samstagabend Derby-Stimmung angesagt. Wer allerdings vermutete, es trafen alte Bekannte aufeinander, der irrte gewaltig. Das letzte Aufeinandertreffen war im Januar 1996, die Ronneburger wurden damals Vierter der Oberliga, Aufbau stieg in die Niederungen ab. Die Zeiten haben sich glücklicherweise geändert. Die Altenburger sind wieder im Oberhaus, in Ronneburg hat man mit Saisonbeginn einen deutlichen Schnitt gemacht, die Mannschaft umgekrempelt und vertraut jetzt auf die gute Jugendarbeit.

Beide Teams verzichteten auf eine Abtastphase. Es ging von der ersten Minute an zur Sache. Da war das Gothaer Schiedsrichtergespann gut beraten, frühzeitig mit gelben Kartons dazwischenzugehen. Beide Teams zeigten sich vornehmlich von ihrer torhungrigen Seite und legten die Priorität auf Angriffshandball. Nach der Hälfte der ersten Halbzeit stand schon mal ein 10:10 zu Buche. Tore am Fließband waren angesagt. Das allerdings auch, weil die Torhüter auf beiden Seiten keine Hände an die Bälle bekamen. In schöner Regelmäßigkeit legte dann bis zur Pause immer eine Mannschaft ein Tor vor und die andere zog nach. Insgesamt 37-mal zappelte der Ball in der ersten halben Stunde im Netz. Die Trainer beider Teams, Doering und Koska, sahen das sicher ganz anders. Sie hätten sich aber mehr Gegenwehr ihrer Mannschaften gewünscht. Und das war dann wohl auch Gesprächsthema in den Kabinen.

Was dabei herauskommt, wenn sich die Teams an die Vorgaben der Trainer halten, sollte die zweite Halbzeit zeigen - nämlich Abwehrschlacht pur. Dazu wurde es noch leicht rustikal. Kampf statt Spiel hatte längst die Oberhand gewonnen, wobei die Hausherren ihre knappe Halbzeitführung mit Glück und Geschick verteidigten. Mitte des zweiten Abschnittes sollte beim 23:20 gar einmal ein Drei-Tore-Vorsprung gelingen, der aber nicht von langer Dauer war. Die Gäste erhöhten das Tempo und schafften erneut den Anschluss.

Nun musste die Schlussphase entscheiden, und in der wurde es auf der Platte hektisch und übersichtlich. Es hagelte Hinausstellungen. Zunächst bei den Altenburgern, wo es fünf Minuten vor ultimo Bennet Leuschke erwischte. Wieder zurück auf dem Feld, dauerte es ganze 40 Sekunden, bis er erneut runter musste, diesmal seine dritte Hinausstellung und er sah die Rote Karte. Noch härter traf es die Gäste, deren Mannschaft wurde in den letzten beiden Spielminuten gar halbiert. Selbst im Spiel drei gegen fünf sah es lange nach einer Punkteteilung aus, bis Daniel Bohnstedt sich dann noch mal in die Luft schraubte und den umjubelten Altenburger Siegtreffer erzielte. Lutz Pfefferkorn

Aufbau: Reinhardt, Günther, Stockhaus, Bärbig, Dietze, Beer (1), Leuschke (6), Pohle (5), Werrmann (1), Härtel (1), Bohnstedt (4), Schörnig (8).

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