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Altenburg Handballer zwischen Auf- und Abstieg
Region Altenburg Handballer zwischen Auf- und Abstieg
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21:10 03.01.2013
Altenburg

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Von Lutz Pfefferkorn

Die Frauen des SV Aufbau Altenburg haben sich am letzten Spieltag den Spitzenplatz erkämpft. Sie würden diesen am liebsten nicht mehr abgeben. Allerdings ist die Konkurrenz, die sich derzeit auf ihren Homepages die Favoriten-Bürde gegenseitig zuschustert, sowohl qualitativ wie auch quantitativ vielschichtig. Vier Teams kommen für den Gewinn der Meisterschaft noch infrage. Denn nur ein einziges Pünktchen trennt den Aufbau, Marienberg, Salzland und Niederndodeleben im Tabellenbild.

Vivien Walzel Erfolgsgarant für Aufbau-Frauen

Gerade mal vier Punkte hat das Team des Altenburger Trainergespannes Micha Zita und Christian Vincenz in den ersten zwölf Spielen liegengelassen. Gegen Salzland hatte man 28:34 verloren, in Chemnitz beim 25:26 das schlechteste Saisonspiel abgeliefert und ist folgerichtig mit leeren Händen heimgekehrt. Dagegen stehen bereits zwei Siege gegen den Tabellenzweiten Marienberg (27:23 und 31:27) zu Buche, die die Aufbau-Mädels dann schon in eine gewisse Favoritenposition drängt.

Dazu trägt ebenso der Fakt bei, dass die beste Spielerin der Liga, Vivien Walzel, Woche für Woche das Aufbau-Trikot überstreift. Der Handball-Floh aus Leipzig spielt bisher überragend. Nicht nur ihre 133 Feldtore, elf pro Spiel, sind eine wahnsinnige Bilanz, ihr Blick für die Mitspielerinnen, ihr Abwehrverhalten, ihr gesamtes Auftreten sind beispielhaft. Dies weckt natürlich Begehrlichkeiten. Ihr Vertrag läuft für diese Saison, die Eventualität höherklassigen Handballs würde ohne sie fraglich erscheinen. Das wissen auch die Aufbau-Verantwortlichen.

Vor ihnen türmen sich derzeit sowohl in der Abteilungs- als auch in der Vereinsarbeit große Probleme auf. Das Erbe des kürzlich verstorbenen Machers Lutz Härtel wiegt schwer. Am sportlichen Ziel allerdings lässt Micha Zita, der immer nur positiv denkt, keine Abstriche gelten. "Wir wollen Meister werden, ohne Wenn und Aber." Und die Aufbau-Frauen haben sogar noch ein kleines Bonbon vor allem für ihre Fans in petto: Erstmals wird ein Handball-Bundesligist ein Spiel unter Wettkampfbedingungen in der Skatstadt bestreiten, wenn am 27. Januar die Vulkan Ladies Koblenz/Weibern im Achtelfinale des Deutschen Handball-Pokals auf die Altenburgerinnen treffen.

Ziegelheimer Männer hoffen auf Heimvorteil

Ganz andere Probleme dürften im neuen Jahr für die Männer des LSV Ziegelheim auf der Tagesordnung stehen. Auch sie könnten diese attraktive Spielklasse womöglich verlassen, allerdings auf ganz anderem Weg - nach unten. Mit 7:17-Punkten rangiert das Team derzeit auf dem zwölften Tabellenrang. Nach Lage der Dinge ein Abstiegsplatz. Die Krux der Geschichte ist natürlich wie in jedem Jahr die Tatsache, dass kein Mensch weiß, wie viele Mannschaften am Saisonende die Spielklasse verlassen müssen.

Nach derzeitigem Stand ist davon auszugehen, dass es drei sein werden. Damit sind es vier Punkte, die die Männer von Trainer Nick Sense aktuell vom sicheren Hafen trennen würden, nicht sehr viel, aber auch nicht gerade wenig. Sechsmal tritt der LSV in dieser Saison noch in heimischen Gefilden an, und sicher müssen vor allem dort die nötigen Punkte eingefahren werden. In den auswärtigen Hallen hingen die Trauben für die Ziegelheimer bisher bekanntlich fast unerreichbar hoch, und dies wird sich kaum ändern.

Mit Ausnahme des Tabellenzweiten aus Köthen kommen mit den Teams aus Wolfen, Glauchau, Halle, Hoyerswerda und Staßfurt sicher beherrschbare Gegner ins Wieratal. Eine ergiebige Punkteausbeute, wie die sieben in der Vorrunde, müsste dann schon machbar sein. Vielleicht aber klappt es auch einmal mit einem Auswärtserfolg. Radis und Apolda würden sich da vordergründig anbieten.

Erstaunlich ist, dass auch der Torschützenbeste der Männer-Liga mit David Heinig aus dem Altenburger Land kommt. 114 Mal (8,5 pro Spiel) hat er schon aus dem Feld getroffen und führt mit Vorsprung die Liste an. Also es wird noch heiß werden in der Mitteldeutschen Handball-Liga, so oder so. Wie immer es auch kommen mag, der Unterstützung ihrer Fans können sich die Handballerinnen und Handballer in Altenburg und Ziegelheim gewiss sein.

Die Rückrunde startet am 12. und 13. Januar. Sowohl die Aufbau-Frauen als auch die Ziegelheimer Männer müssen dann auf auswärtigem Parkett Farbe bekennen. Der LSV läuft am 12. Januar in Staßfurt auf, Aufbau tritt am 13. Januar in Niederndodeleben an. Beide Teams haben damit gleich eine richtig schwere Aufgabe zu lösen.

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