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Altenburg Handwerker im Altenburger Land trotz Krise optimistisch
Region Altenburg Handwerker im Altenburger Land trotz Krise optimistisch
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19:22 12.10.2012

Von Thomas Haegeler

"In der Region Altenburger Land gibt es einen deutlichen Aufwärtstrend", sagte HWK-Sprecher André Kühne auf OVZ-Nachfrage. Mit 85 Prozent, die im Herbst 2011 ihre Situation als gut oder befriedigend einschätzten, sei der Kreis damals Schlusslicht in Ostthüringen gewesen. "Nun bewegt sich das Altenburger Land ostthüringenweit im Mittelfeld und hat beispielsweise die kreisfreien Städte Gera und Jena sowie den Saale-Orla-Kreis hinter sich gelassen." Zurückzuführen ist diese Entwicklung auf die weiter boomende Binnenkonjunktur.

"Durch die Euro-Krise investieren die Verbraucher vermehrt in bleibende Werte, insbesondere ins eigene Heim", erklärte Kammerpräsident Klaus Nützel. "Das wiederum sorgt für gut gefüllte Auftragsbücher beispielsweise bei Maurern, Dachdeckern und Installateuren." Zudem profitiere das Handwerk auch von Aufträgen zur energetischen Gebäudesanierung.

Nützels Aussagen werden wie die insgesamt positive Grundstimmung auch durch den Auftragsbestand gestützt. So können 40 Prozent der Handwerksunternehmen im Kreis für die nächsten zwölf Wochen und länger ausreichend Arbeit vorweisen.

Das durchschnittliche Auftragspolster der Betriebe aller Branchen liegt bei immerhin neun Wochen. Wie bei der Geschäftslage sind auch hier die Bauhandwerke wie etwa Dachdecker, Maurer, Maler, Installateure sowie Straßen- und Gerüstbauer und das Handwerk für den gewerblichen Bedarf, wozu unter anderem Metallbauer, Gebäudereiniger und Schilder- und Lichtreklamehersteller gehören, Spitzenreiter. "Das lässt auch für die bevorstehenden Wintermonate hoffen", so Nützel. Besonders deutlich wird die positive Entwicklung und der anhaltende Optimismus des Handwerks im Altenburger Land beim Investitionsklima. So investierten mehr als ein Fünftel (22,2 Prozent) der Betriebe stärker als im Vorquartal. "Vor einem Jahr lag diese Quote lediglich bei 6,5 Prozent", erklärte Kühne zum Vergleich. Fast die Hälfte aller Firmen (44 Prozent) hielten die Investitionen stabil. Über ein Drittel signalisierte Bereitschaft, Geld ins Geschäft zu stecken (34,8 Prozent). Im Vorjahr waren dazu nur 23,7 Prozent bereit.

"Ebenso konnte die durchschnittliche Investitionssumme je Betrieb von 5600 Euro im Jahr 2011 auf nun 11 300 Euro gesteigert werden", so Kühne weiter. Allerdings liegt der Kreis damit weiter deutlich hinter dem Schnitt in Ostthüringen, wo jedes Unternehmen 13 300 Euro ausgab. Das gesunde Klima wirkt sich auch positiv auf die Beschäftigten aus. Gegenüber dem Vorjahr hielten rund 80 Prozent der Handwerker im Altenburger Land die Zahl ihrer Mitarbeiter konstant, zwölf Prozent stellten sogar zusätzlich ein. An der Spitze stehen hier das Nahrungsmittelhandwerk sowie das Ausbaugewerbe. "Handwerk heißt hohe Beschäftigungssicherheit, die auch konjunkturellen Schwankungen trotzt", kommentierte Nützel diesen Umstand und sieht den Optimismus als anhaltend an. "88 Prozent erwarten, dass sich die Geschäftslage zufriedenstellend entwickelt."

Drei Viertel der Betriebe gingen von konstanten oder steigenden Aufträgen aus. "Diese Zahlen dürfen jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Fachkräftemangel zu einem zunehmenden Problem wird. Diesen künftig zu decken, wird eine der großen Herausforderungen der kommenden Monate und Jahre sein."

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