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Hans Dampf in allen Gassen - Reinhard Weber wird heute 65

Hans Dampf in allen Gassen - Reinhard Weber wird heute 65

Wenn das Wochenende beginnt, dreht sich bei Reinhard Weber alles um Fußball. Zumindest fast alles. "Bis zum frühen Nachmittag bin ich ansprechbar, da bleibt auch noch Zeit für Gartenarbeit oder andere Dinge", sagt der Altenburger.

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Tausendsassa Reinhard Weber mit dem Spielgerät, um das sich in seinem Leben sehr viel dreht.

Altenburg. Wenn das Wochenende beginnt, dreht sich bei Reinhard Weber alles um Fußball. Zumindest fast alles. "Bis zum frühen Nachmittag bin ich ansprechbar, da bleibt auch noch Zeit für Gartenarbeit oder andere Dinge", sagt der Altenburger. Spätestens ab 16 Uhr sitzt er aber am Schreibtisch, telefoniert, notiert Ergebnisse, Torschützen, gelbe und rote Karten sowie andere bemerkenswerte Aktionen. Im Anschluss leitet der Fußball-Narr die wichtigsten Fakten an Zeitungen und Agenturen weiter. Der Sonntag sieht genauso aus. Woche für Woche.

 

"Ich bin das gewöhnt", sagt der Vorsitzende des Ausschusses für Öffentlichkeitsarbeit des Kreisfußballverbands. "Seit 30 Jahren ist das mein Pensum." Da kann man von Glück reden, dass sein 65. Geburtstag nicht aufs Wochenende fällt, sondern auf den heutigen Mittwoch. Ansonsten wäre zu befürchten gewesen, dass Reinhard Weber Gratulanten weggeschickt oder gar ignoriert hätte. Oder aber der Jubilar hätte seinen Sohn Matthias als Ersatz engagiert, - so, wie er es zu tun pflegt, wenn er doch einmal mit seiner Frau Carmen auf Reisen durch die Weltgeschichte geht.

Diese Art von Pflichtbewusstsein und Zuverlässigkeit hat der gelernte Mechaniker und studierte Diplom-Ingenieur von Kindesbeinen an vorgelebt bekommen. Und zwar von seinem Vater. "Seit 1951 steht der Name Weber unter Sportberichten", erzählt der passionierte Hobby-Gärtner. Denn schon sein Vater sei Pressesprecher im Fußball-Verband gewesen. "In den 60er- und 70er-Jahren habe ich ihm assistiert und in den 80ern selbst übernommen."

Seither ist Reinhard Weber aus der regionalen Kicker-Szene nicht mehr wegzudenken. Nicht nur, weil er sich um die Arbeit für und mit Medien kümmert. Nein, auch weil er seit 30 Jahren als Spieler und Team-Chef von Concordia Altenburg im Altherren-Fußball aktiv ist. "Von Anfang an sind wir so um die 20 Mitglieder", sagt er nicht ohne Stolz. Eingetragen sei der Verein aber nicht. "Das brauchen wir auch nicht, weil wir Volkssport machen. Hier geht es um Spaß." Das führt schon nahe an seine Faszination für König Fußball heran: "Ich spiele von Kindheit an. Dabei ging und geht es immer um Kameradschaft."

Während Reinhard Weber freitags kickt, geht es donnerstags zum Turnen und Faustball zu Motor Altenburg, wo er seit gut 50 Jahren Mitglied ist, einige Jahre im Vorstand saß und zudem Stadionsprecher war. Eine Position, die er auch elf Jahre beim einstigen Oberligisten Bornaer SV innehatte. Einen Steinwurf hinter der Thüringer Landesgrenze moderierte er dabei 2003 für den DFB die Spiele der U19-Frauen-EM. Kein Wunder, dass seine Dienste als Sporthistoriker für den Altenburger Heimatkalender gefragt sind und er seit vergangenem Jahr auch am Zeitzeugen des Altenburger Geschichtsvereins mitarbeitet.

Die in den 80er-Jahren begonnene Sportberichterstattung in Zeitungen setzte der einst im Vertrieb der VEB Nähmaschinenwerke und der Werkzeugfabrik Altenburg Beschäftigte auch nach der Wende fort. Bis heute zählt Reinhard Weber zu den wichtigsten OVZ-Autoren. Zudem hat er sich 2004 selbstständig gemacht, betreibt einen Sportgeräte-Handel, arbeitet im Verlagswesen als Regionalleiter und erstellt unter anderem Broschüren für die IHK Ostthüringen. Er ist eben ein Hans Dampf in allen Gassen.

Ein ruhigeres Dasein trotz seiner nun 65 Lenze lehnt er aber kategorisch ab. "Wer rastet, der rostet", sagt Weber lapidar. "Ich möchte weitermachen, bis es nicht mehr geht." Und das ist gut so. Denn sonst würde vieles fehlen - nicht nur an rund 40 Fußball-Wochenenden im Jahr.

Thomas Haegeler

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