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Haselbacher See: Kommen Amphitheater, Imbiss und Parkplatz?

Spannende Pläne Haselbacher See: Kommen Amphitheater, Imbiss und Parkplatz?

Die weitere touristische Erschließung des Haselbacher Sees hat die nächste Hürde genommen. In der vergangenen Sitzung stimmte der Meuselwitzer Stadtrat mehrheitlich einem Aufstellungsbeschluss zur zweiten Änderung des Bebauungsplans für das Sondergebiet „Am Haselbacher See“ zu.

Blick in die Zukunft? – So oder so ähnlich könnte das Amphitheater am Haselbacher See nach Vorstellung der OVZ-Redaktion aussehen.

Quelle: Patrick Moye

Meuselwitz/Wintersdorf. Die weitere touristische Erschließung des Haselbacher Sees hat die nächste Hürde genommen. In der vergangenen Sitzung stimmte der Meuselwitzer Stadtrat mehrheitlich einem Aufstellungsbeschluss zur zweiten Änderung des Bebauungsplans für das Sondergebiet „Am Haselbacher See“ zu.

„Das ist ein Riesenschritt“, kommentierte Thomas Reimann (UWG), Ortsteilbürgermeister und Vorsitzender des federführenden Kulturfördervereins Wintersdorf, gegenüber der OVZ. Nun könne man langsam aber sicher die konkrete Ausgestaltung der Ideen für das Gelände angehen. Die Kosten für die nötigen Pläne übernimmt der Verein aus Eigenmitteln.

Dem Entschluss vorausgegangen war eine intensive Debatte unter den Stadträten, die sich nicht zuletzt um mögliche Kosten für die Stadtkasse drehte. Ob es sinnvoll sei, angesichts der derzeitigen Finanzlage ein solches Projekt anzuschieben, wollte etwa Lutz Hempel (BfM) wissen. Ein Einwand, den Bauamtsleiterin Ilona Krüger entkräften konnte. Der Stadt, das sei explizit festgelegt worden, entstünden durch die weiteren Schritte keine Kosten. „Wir gehen keine Verpflichtung ein, jetzt oder in Folge städtische Gelder auszugeben“, betonte sie gleich mehrfach auf Anfrage der Ratsmitglieder.

Ohnehin sei das Abstimmungsergebnis lediglich der erste Schritt hin zur konkreten Ausgestaltung der Vorhaben des Vereins. Lediglich die planungsrechtlichen Voraussetzungen für das Vorhaben seien so geschaffen worden. Nun müssten zunächst weitere Anhörungen und Abwägungen erfolgen. „Erst wenn am Ende des Prozesses ein Satzungsbeschluss steht, der mehrheitlich vom Stadtrat getragen wird, kann der Verein konkret benennen, was mit der Fläche geschehen soll“, so Krüger.

Die Pläne des Kulturfördervereins indes sind groß: So soll perspektivisch nahe des Sees ein kleines Amphitheater mit Nebengebäude errichtet werden. Angedacht sei, dieses unter Einbeziehung der Theater und Philharmonie Thüringen GmbH und des Altenburger Theatervereins zu betreiben. Auch könne das Gelände künftig von Schulklassen als grünes Klassenzimmer, für Wandertage und Ausflüge genutzt werden.

Barbara Grubitzsch, Vorsitzende des Theatervereins, bestätigt auf Anfrage, dass man bereits erste Gespräche mit dem Kulturförderverein anbahne. „Die Idee finden wir gut.“ Sollte es tatsächlich zur Umsetzung kommen, könne man sich perspektivisch etwa eine Ausrichtung des Wettbewerbs „Jugend rezitiert“ am Haselbacher See vorstellen. Theater und Philharmonie Thüringen hingegen hätten noch nichts von entsprechenden Plänen erfahren, teilt Sprecherin Evelyn Böhme-Pock mit.

Ebenfalls auf dem Areal entstehen sollen ein neuer Imbiss sowie vier feste Grillstellen, die vom selben Betreiber unterhalten werden. Auf knapp 40 Quadratmetern sollen sich auch die Petrijünger des Angelfischereivereins Schnaudertal ein neues Vereinsheim errichten. Erweitert werden könne nach dem Willen des Kulturfördervereins auch die bestehende Parkfläche auf dem Gelände von Aqua Fun. Im Ausgleich werde ein Teil der ausgewiesenen Parkfläche am Kammerforst als Grünland ausgewiesen.

Verlegt werde im Zuge der Maßnahmen der bisherige Rundweg. Der nördliche Teil, der schräg von der Straße zum Vereinsgelände der Angler verlaufe, soll dann gleichzeitig als Zufahrt zu deren Gelände dienen. Damit der Rundweg nicht durch Unbefugte mit dem Auto befahren wird, sollen zwei Durchlasssperren nur Fußgänger und Radfahrer passieren lassen. Im Notfall können die Sperren für Rettungsdienste und Wirtschaftsfahrzeuge geöffnet werden.

Die Kosten für die geplanten Baumaßnahmen sollen nach dem Willen des Kulturfördervereins aus Eigenmitteln und zweckgebundenen Zuweisungen Dritter finanziert werden. Die Realisierung des Vorhabens erfolge sukzessive je nach Umfang der finanziellen Ressourcen.

Von Bastian Fischer

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