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Altenburg Hat Meuselwitzer neben Bränden auch mit Gewalt Angst verbreitet?
Region Altenburg Hat Meuselwitzer neben Bränden auch mit Gewalt Angst verbreitet?
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18:53 07.08.2018
Der Angeklagte Oliver M. (l.) bespricht sich mit seinem Anwalt Andreas Bönisch vor der Verhandlung um Brandstiftung und weitere Delikte vor der 2. Strafkammer des Landgerichts Gera. Quelle: Thomas Haegeler
Altenburg/Meuselwitz

Wer Oliver M. sieht, kann kaum glauben, dass er über Monate in Altenburg und Meuselwitz für Angst und Schrecken gesorgt haben soll. Doch genau das wird dem 20-Jährigen vor dem Landgericht Gera vorgeworfen. Zwischen Januar 2016 und September 2017 soll er Brände gelegt, Menschen verletzt und bedroht haben. Zwar hat der junge Mann eine kräftige Statur mit stattlichen Oberarmen und trägt Glatze, aber als er den Verhandlungssaal am Montag betrat, lächelte er auch und scherzte sogar mit seinem Verteidiger. Auch psychische Auffälligkeiten, weswegen er schuldunfähig sein könnte, drängten sich äußerlich nicht auf.

Immer wieder soll der Angeklagte gezündelt haben

Laut Anklage soll der gebürtige Altenburger in Meuselwitz aber nicht nur die Laube seines Vaters sowie einen Starkstromkasten und in Altenburg ein Wohnhaus angezündet haben und dadurch für Feuerwehr-Großeinsätze, mehrere Verletzte und Tausende Euro Schaden gesorgt haben, sondern er soll sein Umfeld drangsaliert haben. Denn neben den drei Hauptanklagen gibt es fünf weitere. Demnach soll er neben dem Haus in der Zeitzer Straße in Altenburg auch noch mehrfach in der Gabelentzstraße in und an einem Wohnhaus gezündelt haben. Verletzt wurde dabei niemand, aber es entstand Sachschaden. Dort soll er auch eine Frau geschlagen, bespuckt und derart beschimpft haben, dass eine Wiederholung der Ausdrücke nicht zumutbar ist.

Massive Drohungen, Schläge und Beleidigungen

Ähnliche Delikte soll es in Meuselwitz gegeben haben. „Ich schlitz’ dir deine Lungen auf“, soll der Angeklagte einer Frau in der Altenburger Straße zugeschrien haben. Dabei hielt er ein Messer in der Hand. An gleicher Stelle traf es wenige Stunden später einen Mann, den er geschlagen und in den Schwitzkasten genommen haben soll. Unweit von dort fand eine Frau zudem im Juli 2017 einen Brief. „Pass ja auf, was du machst“, soll er gedroht und die Adressatin als „fette Kuh“ beschimpft haben, was noch einen der freundlicheren Ausdrücke darstellte.

Selbst vor einem Polizisten und seiner Familie machte M. nicht Halt. „Dann klatsch’ ich dich eben auch auf, du Scheißbulle“, warf er dem Beamten an den Kopf und seinem Vater sowie seiner Schwester mit einem Messer mit 20-Zentimeter-Klinge in der Hand: „Euch bring’ ich um!“ Die Häufung der Ausbrüche spricht wiederum für eine psychische Erkrankung. Das muss aber ein Experte klären, der den Prozess begleitet.

Von Thomas Haegeler

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