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Altenburg Hausmeister fallen im Wieratal nicht vom Himmel
Region Altenburg Hausmeister fallen im Wieratal nicht vom Himmel
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11:55 19.05.2015
In Zukunft werden sich im Kindergarten in Lohma auch die Eltern mit einbringen müssen. Für einen Hausmeister fehlt der Verwaltungsgemeinschaft das Geld. Quelle: Mario Jahn
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Während der jüngsten Gemeinschaftsversammlung haben die Vertreter der Mitgliedsgemeinden Langenleuba-Niederhain, Frohnsdorf, Jückelberg, Ziegelheim und Göpfersdorf sich diesem Ansinnen angenommen und darüber diskutiert.

"Wenn wir einen Hausmeister extra für die Kindereinrichtungen einstellen, dann würden die Kosten für die Gemeinden pro Kind und Monat um mindestens 25 Euro steigen. Die Kita-Umlage, die die Mitglieder der VG derzeit monatlich pro Kind zahlen, würde dann von derzeit 485 auf 510 Euro steigen. Das haben erste Berechnungen ergeben", sagte VG-Chef Gerd Werner.

Zu bedenken gab er außerdem, dass gerade für Lohnerhöhungen der Erzieherinnen in den Kitas gestreikt würde. "Wenn die geforderten Lohnerhöhungen von bis zu zehn Prozent durchgesetzt werden, weiß ich schon nicht, wie ich das bezahlen soll." Am Ende müssten das die Eltern mittragen, da könne man nicht auch noch einen Hausmeister finanzieren. Schließlich kämen zum Lohn noch Kosten für ein Fahrzeug, das Benzin und Arbeitsmittel hinzu. "Da kommt pro Jahr eine stattliche Summe von etwa 45 000 Euro zusammen", rechnet Werner vor.

Bisher sind die Arbeiten in den Kindereinrichtungen in Langenleuba-Niederhain, Lohma, Flemmingen und Ziegelheim vorwiegend von Beschäftigten des zweiten Arbeitsmarktes, Bundesfreiwilligendienstlern oder geringfügig Beschäftigen erledigt worden. Doch die gibt es im Wieratal kaum noch. Und auch die Bauhöfe seien personell nicht in der Lage, sich komplett um die Kitas zu kümmern. Deshalb sind den Eltern zufolge bestimmte Arbeiten liegen geblieben. "Die dringendsten sollten sie uns benennen, damit wir wissen, wo wir reagieren müssen", so der VG-Chef.

Einig waren sich die Vertreter der Mitgliedsgemeinden, dass es nicht möglich ist, eine zusätzliche Vollzeitkraft für die Kindereinrichtungen einzustellen. "Deshalb prüfen wir nun, ob wir die Arbeiten kostengünstig an eine ortsansässige Firma vergeben können", sagt Werner, der keinen Hehl daraus macht, dass außerdem Eigenleistungen der Eltern gefragt sind.

Marlies Neumann

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