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Heimatgeschichte: In der Begräbnisstätte ausschließlich Familienmitglieder beerdigt

Heimatgeschichte: In der Begräbnisstätte ausschließlich Familienmitglieder beerdigt

Großböhla. Der fünfte Sohn Friedrich von Krosigk, geboren am 28. September 1784 in Poplitz, gestorben am 6. März 1871 in Merseburg, erbte Großböhla. Er war Regierungspräsident in Merseburg und unter anderem auch Probst des Domkapitels Merseburg.

In die Großböhlaer Analen ist er als der alte Rittergutsbesitzer eingegangen. In erster Ehe heiratete er 1809 Henriette Wilhelmine Antoinette von Thielau auf Lampertswalde. Geheiratet wurde in Lampertswalde. Sechs Kinder gingen aus der Ehe hervor. Nur zwei überlebten. Henriette von Krosigk starb im Jahre 1866 nur wenige Monate nach der Geburt ihres letzten Kindes. Eine der Töchter, Marianne (Marie), wurde am 20. September 1810 in Großböhla geboren, nach der Urkunde wird geforscht. Marie lebte mit ihrem Mann Ludwig Graf und Herr von Beust in Altenburg und starb dort im Jahr 1893. Drei Kinder gingen aus der Ehe hervor.

Friedrich von Krosigk heiratete in zweiter Ehe Caroline Luise Wilhelmine von Leipziger. Sie war die Tochter des königlich-preußischen Landrates a. D. Kurt von Leipziger und Sophie von Krosigk aus dem Haus Queis. Dieser Zweig der Krosigkschen Familie ist erloschen.

Friedrich von Krosigk ist möglicherweise einer der Rittergutsbesitzer, die sich länger in Großböhla aufhielten. In dieser Ehe wurden sechs Kinder geboren - vier Söhne und zwei Töchter trugen die Familie weiter. Friedrich von Krosigk ließ, das ist fast sicher, die Begräbnisstätte im Park von Großböhla erbauen. Dort wurden bis ins 20. Jahrhundert hinein ausschließlich Krosigksche Familienmitglieder begraben. Neben Friedrich von Krosigk selbst und seiner Ehefrau sind das zwei Söhne, ein Enkelsohn, eine Schwiegertochter und zwei weitere Familienmitglieder späterer Generationen.

Möglicherweise hatte Friedrich von Krosigk erheblichen Anteil an der Gestaltung des Böhlaer Parkes. Zudem ist nachweisbar, dass er sich mit dem Rittergutsbesitzer Karl Julius von Oppel aus Wellerswalde beim Amtsgericht Oschatz um die Koppeljagd auf den Radelandwiesen stritt. Zeuge dieser Rechtshandlung war unter anderem der Amtslandschöppe Heinrich Teller aus Kleinböhla.

Friedrichs zweite, 1824 in zweiter Ehe geborene Tochter Thekla Marie von Krosigk, heiratete Julius von Burkersroda Graf von Zech-Burkersroda. Er war unter anderem Herr auf Börln und hatte sich in Thekla Marie verliebt. Friedrich ältester Sohn, Kurt von Krosigk aus zweiter Ehe, geboren am5. März 1819, gestorben am 8. Dezember 1898, erbte das Rittergut Großböhla.

Seine 1822 geborene Ehefrau Armgard Elise Wilhelmine von Haeseler aus dem Kloster Haeseler wurde ebenfalls im Erbbegräbnis im Park in Großböhla beigesetzt. Kurt von Krosigk unterstützte als Kirchenpatron die Einführung der neuen Gesangsbücher für die evangelisch-lutherische Landeskirche des Königreiches Sachsen.

Kurts ältester Sohn Max von Krosigk, der 1846 in Magdeburg geboren wurde, erbte Großböhla zunächst gemeinsam mit seinem Bruder Georg. Doch Georg war krank und beging Selbstmord 1912. In den Krosigkschen Chroniken taucht dieses Ereignis nicht auf. Aber Moritz Müller, ein Chronist aus Großböhla, hat dies in seinen Aufzeichnungen festgehalten. Georg liegt in der Familiengruft im Park begraben. Max von Krosigk heiratete Anna Maria Sophie Julie Gräfin von Kielmannsegg. Auch diese beiden wurden auf dem Friedhof in Großböhla beigesetzt. Sie sind die Eltern von Armgard von Bültzingslöwen. Von Max von Krosigk ist ein Porträt erhalten geblieben. Es wird in Merbitz bei Halle von Claus und Angelika von Krosigk aufbewahrt.

Fortsetzung folgt Marita Gäbler

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