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Altenburg Heiße Öfen röhren und knattern durchs Altenburger Land
Region Altenburg Heiße Öfen röhren und knattern durchs Altenburger Land
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00:19 23.08.2017
Punkt 14 Uhr gehts los am Sonnabend in Waltersdorf: Die Biker starten ihre Rundfahrt durch den Landkreis Quelle: Eva Zorn
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Waltersdorf

Rund 150 Seelen wohnten im Meuselwitzer Ortsteil Waltersdorf. Am Sonnabend kamen 276 Biker dazu. Nicht zu warm, nicht zu kalt und Sonnenschein, das waren die besten Voraussetzungen für das 23. Bikertreffen. Vor dem Vereinsheim der Motorradfreunde versammelten sich ab elf Uhr unzählige Fahrer aus Nah und Fern. Seit Januar hatten der Vereinsvorsitzende Siggi Neitschmann und seine Mitglieder die Werbetrommel für die Ausfahrt gerührt.

Genau 14 Uhr rollten die ersten Maschinen vom Treffpunkt los. „Ich lege da Wert auf Pünktlichkeit“, merkte der Vereinsvorsitzende an. Verschiedenste Modelle konnten vor Ort bestaunt werden – vom Oldtimer, übers Moped, der Motocross-Maschine und Trike bis hin zu Yamaha, Suzuki und Co. – es war für jedes Benzingespräch etwas dabei.

Die Lederjacken wurden zugeknöpft, die Motorradhelme aufgesetzt und die Handschuhe angezogen. Der schwarze Lack des Benzintanks glänzte in der Sonne. So standen die Fahrer in voller Montur mit ihrem Liebhaberstück vor der Abfahrt an der Straße. Einige Motoren summten, andere knatterten, Benzingeruch lag in der Luft. Insgesamt zehn Minuten dauerte es nach dem Start, bis alle Fahrer die kleine Gemeinde verlassen hatten. Ein paar Schaulustige aus dem Dorf standen gebannt am Straßenrand.

Die Tour der Biker führte quer durchs Altenburger Land und einige stießen auch unterwegs noch dazu. Der erste und der letzte Fahrer standen dabei immer in Kontakt miteinander, um auch niemanden zu verlieren. Die Höchstgeschwindigkeit betrug 70 Kilometer pro Stunde, damit auch die Mopeds mithalten konnten. „Es wird sich strikt an die Straßenverkehrsordnung gehalten. Notfalls müssen wir auf den Rest warten“, merkte Siggi Neitschmann an.

Das Schlusslicht der Runde war Michael Gosc. Er fährt schon über zehn Jahre bei der Bikertour der Motorradfreunde mit und ist in diesem Jahr in den Wintersdorfer Verein eingetreten. „Wir mussten immer versuchen dran zu bleiben“, gibt Michael Gosc nach dem Einkehren in Waltersdorf zu: „Denn gerade die Mopeds sind im Laufe der Strecke immer mehr ans Kolonnen-Ende abgefallen.“

„Die Motorradfreunde Wintersdorf gibt es jetzt genau seit dem 04.12. 1994“, schwelgte Siggi Neitschmann als Gründungsmitglied in Erinnerung. Der Entschluss dazu sei damals bei einer Flasche Bier in einer Garage gefallen. Vor fünf Jahren fand das Bikertreffen außerdem noch in Wintersdorf statt. „Das Event wurde damals immer größer. Das wollten wir einfach nicht mehr“, erklärt der Biker-Chef weiter. Nun kehrt man zu den Ursprüngen zurück: gemütliches Beisammensein, Fachsimpeln und Feiern.

Eine Überraschung, die in diesem Jahr das erste Mal angeboten wurde, war eine Kooperation mit Tátau Art Venezuela aus Meuselwitz. Interessierte Biker konnten sich Zeichnungen anfertigen und mutige sogar ein Tattoo stechen lassen.

Von Eva Anna-Lena Zorn

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