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Herbstbauernmarkt und Erntedankfest versprechen Ansturm in Altenburg

Super-Sause Herbstbauernmarkt und Erntedankfest versprechen Ansturm in Altenburg

Am 7. Oktober wird es einen Massenansturm auf Altenburg geben. Denn dann kommt es mit dem Herbstbauernmarkt und dem Erntedankfest zu einer Super-Sause in der Skatstadt. Offenbar funktionierte die Kombination 2015 zum Landeserntedankfest so gut, dass die Stadtverwaltung diese Kombination nun fortführt.

So voll wie auf dem Herbst-Bauernmarkt 2014 verspricht es auch diesmal wieder in Altenburg zu werden. Zumal parallel dazu in der Innenstadt auch das Erntedankfest gefeiert wird.

Quelle: Mario Jahn

Altenburg. Gleich zwei Gründe für einen Ausflug nach Altenburg gibt es am 7. Oktober. Denn an jenem Sonnabend lockt die Innenstadt mit Herbstbauernmarkt und Erntedankfest. Beide Veranstaltungen zu einer Super-Sause zu kombinieren, das geschah erstmals 2015 anlässlich des Landeserntedankfestes, was offenbar so gut lief, dass die Stadtverwaltung dies nun fortführt. Schließlich ergänzen sich beide Veranstaltungen gegenseitig.

Von 9 bis 17 Uhr bietet der Bauernmarkt vielerlei heimische Produkte. Nach der Eröffnung durch die Jagdhornbläser warten vor allem Gärtner und Direktvermarkter mit ihren landwirtschaftlichen Erzeugnissen. Aber auch die Gastronomen tischen vorzugsweise regionale Spezialitäten auf. Schließlich war und ist es Ziel der Altenburger Bauernmärkte, Kunden und Produzenten aus Stadt und Region zusammenzubringen.

Insgesamt werden erneut rund 50 Teilnehmer Angebote für Jung und Alt unterbreiten: Stände für die Erwachsenen und Tiere für die Kinder. Tierischer Neuling sind diesmal Wensleydale-Schafe. „Das sind englische Langhaarschafe mit ex-trem gedrehten Locken im Fell“, sagt der Altenburger Ordnungsamtschef Lutz Meyner. Aber auch die bei den jüngsten Besuchern beliebte Stroh-Pyramide wird wieder dabei sein. Gleiches gilt für die Landmaschinen-Schau.

Erntedank mit Tanz um den Erntekranz

Auch die Vorbereitungen für das Erntedankfest laufen auf Hochtouren. So geht es seit Wochen beim Altenburger Folkloreensemble nicht mehr nur um die Koordination der Füße, sondern vor allem der Hände. Denn mit diesen müssen die in den Stadtfarben gehaltenen Bänder des „Tanzes um den Erntekranz“ geführt werden – und das möglichst ohne Fehler. Die kleinste Unstimmigkeit reicht und das Bild der sich gleichmäßig um den Mast wickelnden Bänder ist dahin.

„Die Aufführung ist eine Premiere und erfolgt im Auftrag des Schloss- und Kulturbetriebes“, erklärt Altenburgs Kulturmanagerin Susanne Stützner. Mehrfach werde das Ganze auf einem acht mal acht Meter großen Tanzboden vor der Brüderkirche aufgeführt. „Ganz klassisch, wie früher.“ Dennoch betont Stützner: „Der Erntedank soll kein Volksfest werden.“ Daher gibt es noch folkloristische Mitmachtänze, Volkslieder zum Mitsingen, herbstliche Basteleien und alte ländliche Spiele. Hinzu kommen Musik von den „Tagelöhnern“ sowie Fettbemmen, Kuchen, Kaffee und Altenburger Bier, wofür der Förderverein „Quartier Rote Spitzen“ verantwortlich zeichnet.

Am Vormittag gegen 11.30 Uhr werden die Erntegaben, die zum Teil von den Händlern des Bauernmarktes stammen, vom Altenburger Folkloreensemble vom Markt in die Brüderkirche gebracht und von Pfarrer Sandro Vogler entgegengenommen. Direkt an der Kirche können auch während des Festes weitere Dinge abgegeben werden. Um 18 Uhr führt dann ein Lampionumzug, der vom Spielmannszug aus Starkenberg angeführt wird, von der Brüderkirche zum Abendgruß auf den Nikolaikirchhof, wo der Magier „Julian“ die Kinder unterhält.

Am Sonntag um 10 Uhr gibt es erstmals seit Jahren wieder einen Erntedankgottesdienst unter freiem Himmel. Die musikalische Gestaltung wird der Posaunenchor Altenburg übernehmen. Dabei werden auch die Erntegaben einem sozialen Zweck zugeführt. „Die Wahl fiel auf den Verein Talisa“, so Stützner. Der Verein betreibt in Altenburg und Lucka Tafelläden für Bedürftige. Mit einem gemeinsamen Kaffeetrinken klingt das Erntedankfest dann gegen 14 Uhr aus.

Umfangreiche Straßensperrungen im Stadtzentrum

Durch den Herbstbauernmarkt und das damit parallel stattfindende Erntedankfest wird es nächstes Wochenende eng in Altenburgs Innenstadt. Folglich brauchen Autofahrer mehr Geduld oder müssen etwas weitere Wege in Kauf nehmen. Wie die Stadtverwaltung mitteilte, sind zahlreiche Straßensperrungen unumgänglich. Demnach werden bereits ab Donnerstag, dem 5. Oktober, die Parkplätze vor der Brüderkirche für den Aufbau des Tanzbodens benötigt und sind deshalb nicht nutzbar.

Zwei Tage später, am Sonnabend, dem 7. Oktober, sind wegen beider Großveranstaltungen mehrere Straßen dicht. Von den Vollsperrungen betroffen sind in der Zeit von 6 bis 20 Uhr die Brüdergasse, Bei der Brüderkirche, der Markt, der Topfmarkt, die Klostergasse und der Weibermarkt. Zudem werden in der Brüdergasse und in der Jüdengasse die Einbahnstraßenregelungen aufgehoben, damit die Anwohner trotzdem zu ihren Stellplätzen gelangen können.

Darüber hinaus wird im Zuge der beschriebenen Sperrungen auch die Verkehrsführung in der Spiegelgasse geändert. Hier hebt die Straßenverkehrsbehörde das Einfahrtverbot aus Richtung Schmöllnscher Straße auf. Dadurch will man die Zufahrt für die Anwohner zu den Parkplätzen in der Spiegelgasse, der Gerhard-Altenbourg-Straße und der Theo-Neubauer-Straße sowie für die Kunden des Konsums im Areal am Markt ermöglichen. Wie die Stadtverwaltung weiter mitteilte, werden An der Mühlpforte Parkplätze für Schwerbehinderte eingerichtet.

Für den Erntedankgottesdienst am Sonntag, dem 8. Oktober, bleiben weiterhin der Platz und die Straße vor der Brüderkirche sowie die Brüdergasse für den Verkehr voll gesperrt. Auch an diesem Tag ist die Einbahnstraßenregelung in der Brüdergasse aufgehoben.

„Aufgrund der Veranstaltungen wird es ein paar Sperrungen mehr geben“, sagt Altenburgs Ordnungsamtschef Lutz Meyner und hofft auf Verständnis. „Wegen beschränkter Parkmöglichkeiten bitten wir die Besucher, die können, öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen.“ So stehe am Sonnabend auch der Parkplatz am Topfmarkt nicht zur Verfügung. „Um das auszugleichen, werden wir den Roßplan als Parkplatz freigeben.“

Von Thomas Haegeler

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