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Herbstputz in altem Gemäuer: Förderverein für den Bismarckturm räumt in dem Bauwerk auf

Herbstputz in altem Gemäuer: Förderverein für den Bismarckturm räumt in dem Bauwerk auf

Seit mehr als vier Jahren steht der Bismarckturm ungenutzt im Altenburger Stadtwald. Da hat sich im Inneren des 33 Meter hohen Bauwerks eine Menge Gerümpel angesammelt.

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Altes Holz, Schrott und wacklige Schränke: Jürgen Löffler entsorgt Sperrmüll aus dem Bismarckturm.

Quelle: Mario Jahn

Altenburg. Von Jörg Wolf

Die zehn Helfer, die beizeiten im Turm zugegen sind, eint eine Vision: Spätestens am 2. September 2015, zum 100-jährigen Bestehen des Turms, soll das Bauwerk für Besucher wieder offen stehen. Deshalb haben sie zu Jahresbeginn einen entsprechenden Förderverein ins Leben gerufen (OVZ berichtete). Das Aufräumen ist nun die erste sichtbare Aktion auf dem langen Weg.

"Die werden voll", sagt André Neumann (CDU) und deutet auf zwei schon beizeiten gut gefüllte Container mit einem Fassungsvermögen von jeweils zehn Kubikmetern. "Altes Holz, viel Schrott, abgelagerte Sanitärkeramik und wacklige Schränke", umschreibt der Vizechef des Fördervereines die Palette der nutzlosen und somit entsorgten Fundstücke.

Aber nicht jedes Teil fliegt in einen der Container. "Manche Sachen, beispielsweise Reste der einst hier präsentierten ornithologischen Sammlung, Nistkästen und Erinnerungsstücke an die einstige Nutzung als Turm der Jugend, heben wir auf", betont Neumann. Mitarbeiter der Stadtverwaltung sowie des Mauritianums sollen die Sachen in Augenschein nehmen und dann entscheiden, ob sie behalten werden sollen. "Freigegeben ist auf jeden Fall alles", so der Vereinsvize. Die Nistkästen, die hier einst Kinder bastelten, sollen an den Bäumen rund um das Areal angebracht werden.

Nachdem sich der Förderverein zum Jahresbeginn gegründet hat und mit seinem Anliegen auf sehr viel Aufmerksamkeit gestoßen ist, ist es etwas ruhiger um die engagierte Runde geworden. "Aber wir haben in all den Monaten unsere Arbeit konsequent fortgeführt und uns auch monatlich getroffen. Die Zahl der Vereinsmitglieder stieg auf 27", sagt Neumann. Nur habe man nach der Gründung die zu gehenden Schritte intern bewältigen müssen. "Aber das Engagement ist nicht weniger geworden."

Derzeit ist der Verein auf der Suche nach Sponsoren. "Erste Spenden sind schon eingegangen", kann Neumann berichten. Zudem wurden Angebote von Fachfirmen eingeholt, welche die Risse untersuchen sollen, die das aus Stampfbeton errichtete Bauwerk durchziehen. Im Kern steht die Frage, wie die Schäden, die zwar die Statik nicht beeinträchtigen, behoben werden können. "Wir rechnen damit, dass diese Untersuchungen etwa ein Jahr andauern. In dieser Zeit wollen wir uns das Außengelände um den Turm vornehmen und natürlich weiter Spenden einwerben", erklärt André Neumann.

Und auch öffentlicher soll der Auftritt vom Förderverein werden: Geplant ist beispielsweise, kleine Nachbauten des Bismarckturmes aus Holz als Spar- oder besser Spendenbüchsen in ausgewählten Geschäften oder Gaststätten der Stadt aufzustellen, um weitere Mittel für die Sanierung zu sammeln. Für die erste Phase der Sanierung, die bis zu jenem 2. September 2015 abgeschlossen sein soll, sind rund 20 000 Euro veranschlagt. "Das umfasst die Reinigung und Begehbarmachung des Turmes", erörtert der Vereinsvize.

Mit der Stadt als Eigentümer der Immobilie arbeite man übrigens sehr gut zusammen. Aus dem Rathaus wurde bereits Hilfe signalisiert.

 

-Kommentar Seite 13

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