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Altenburg Hilbig-Gedenkstein in Meuselwitz nimmt Formen an
Region Altenburg Hilbig-Gedenkstein in Meuselwitz nimmt Formen an
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18:33 13.02.2019
Ein Gedenkstein soll in Meuselwitz künftig an den Schriftsteller Wolfgang Hilbig erinnern. Quelle: Mario Jahn
Meuselwitz

Aufmerksame Beobachter dürften es schon bemerkt haben: Bereits seit dem vergangenen Jahr grüßt ein großer Findling von der Verkehrsinsel in der Rudolf-Breitscheid-Straße in Meuselwitz. Was bisher noch reichlich unspektakulär wirkt, soll indes bald auch überregionale Bedeutung für die Schnauderstadt erzielen. Geplant ist, den Felsen zu einem offiziellen Gedenkstein für den 2007 verstorbenen Schriftsteller Wolfgang Hilbig zu gestalten. Der Sohn der Stadt erlangte mit Werken wie „Abwesenheit“ oder „Alte Abdeckerei“ internationale Bekanntheit.

Anlaufstelle für literaturinteressierte Besucher

Verantwortlich für das Vorhaben zeichnet die in Leipzig ansässige Wolfgang-Hilbig-Gesellschaft, die sich der Auseinandersetzung mit und Information über das Werk des Autoren verschrieben hat. Der Standort für den Gedenkstein sei ganz bewusst gewählt worden, teilt die Gesellschaft mit. Bis zum Abriss 2005 fand sich schräg gegenüber der Stelle Hilbigs Geburts- und Wohnhaus. Man wolle eine Anlaufstelle für alle literaturinteressierten Besucher schaffen, so die Gesellschaft.

Auch eine Integration in die übers Internet unter www.literaturland-thueringen.de abrufbare Wolfgang-Hilbig-Route sei mittelfristig angedacht, bestätigt Volker Hanisch, stellvertretender Vorsitzender der Gesellschaft. In dem Angebot werden Informationen zu wichtigen Lebensstationen und Gebäuden mit Textauszügen aus Hilbigs Werk gebündelt.

Spendenaufruf und Einweihung

Den Findling selbst hat die Mibrag zur Verfügung gestellt. In den kommenden Wochen soll der Stein um eine Platte mit Text und ein Relief mit einem Porträt des Schriftstellers erweitert werden. Dazu hat die Gesellschaft den Bildhauer Carsten Theumer engagiert, seit Anfang des Monats laufen die Arbeiten.

Die sind indes nicht ganz billig. Rund 4000 Euro, bilanziert Volker Hanisch, seien für die umfassende Ausgestaltung des Denkmals nötig. „Rund die Hälfte davon kann über Mitgliedsbeiträge, Fördermittel oder Sponsoring gedeckt werden“, teilt er mit. Der Restbetrag soll über Spenden finanziert werden. Läuft alles nach Plan, könnte der Gedenkstein passend zum zwölften Todestag Wolfgang Hilbigs am 2. Juni mit einem Festakt eingeweiht werden – so zumindest die Hoffnung der Gesellschaft.

Stadt: Befinden uns in Abstimmung

Ob dies tatsächlich umgesetzt werden kann, hängt nun von weiteren Gesprächen mit der Stadt ab, wie auch Ordnungsamtsleiterin Denise Zeuke zur jüngsten Sitzung des Kulturausschusses bestätigte. Denn der avisierte Termin fällt mit dem diesjährigen Kindertag am 1. Juni auf das gleiche Wochenende. „Wir befinden uns derzeit in Abstimmung“, so Zeuke.

Die Wolfgang-Hilbig-Gesellschaft nimmt Spenden für den Gedenkstein entgegen und stellt auch entsprechende Quittungen aus. Zuweisungen sind unter IBAN: DE17 4306 0967 1133 2131 00, BIC: GENODEM1GLS, Kennwort: Hilbig-Stein möglich.

Von Bastian Fischer

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