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Hilfe aus einer Hand: „Stroke-Unit“ im Klinikum Altenburger Land

Überregionale Spezialstation Hilfe aus einer Hand: „Stroke-Unit“ im Klinikum Altenburger Land

Schnelle Hilfe aus einer Hand – das ist das Konzept einer Stroke-Unit Abteilung. In diesem Falle speziell für Schlaganfallpatienten. Auch im Klinikum Altenburger Land befindet sich eine solche Station, erst vor wenigen Wochen wurde sie wieder zertifiziert, als überregional agierende Spezialstation.

Krankenpfleger Holger Kresse und Chefarzt Prof. Dr. med. Jörg Berrouschot (r.) kümmern sich um einen Patienten.

Quelle: Mario Jahn

Altenburg. Schnelle Hilfe aus einer Hand – das ist das Konzept einer Stroke-Unit Abteilung. In diesem Falle speziell für Schlaganfallpatienten. Auch im Klinikum Altenburger Land befindet sich eine solche Station, erst vor wenigen Wochen wurde sie wieder zertifiziert, als überregional agierende Spezialstation.

„Wir haben alles auf einer Station vereint“, sagt Prof. Dr. Jörg Berrouschot, Chefarzt der Klinik für Neurologie und neurologische Intensivmedizin. „Von der Versorgung von leichten Schlaganfällen bis zur intensivmedizinischen Betreuung bieten wir alles aus einer Hand.“

Für Schlaganfallpatienten bietet das Klinikum auch eine anschließende Reha. „Für Patienten, die gelähmt sind oder nicht richtig sprechen können, übernehmen wir hier die Rehabetreuung. Patienten, die selbstständiger sind, können direkt neben an in der Rehaklinik versorgt werden“, so Berrouschot weiter.

Einen weiteren Vorteil einer solchen Spezialstation sieht der Arzt auch darin, dass Patienteninformationen an einem Ort gebündelt sind. Denn wenn die Betroffenen zu verschiedenen Ärzten gehen, bestünde immer die Gefahr, dass Informationen verloren gehen.

Neben der Stroke-Unit-Abteilung vor Ort betreut das Team um Berrouschot noch fünf weitere Kliniken via Telemedizin. „Wir sehen jeden Schlaganfallpatienten, der in diese Kliniken eingeliefert wird.“ Die Kliniken Greiz, Glauchau, Hartmannsdorf, Bitterfeld und Heiligenstadt sind diese fünf. „Dort gibt es ebenfalls Spezialstationen, aber viel kleiner. So können wir uns austauschen und den Kliniken mit unserem Know-How zur Seite stehen.“ Neben Altenburg ist das Krankenhaus Jena das zweite Klinikum, das mit Telemedizin arbeitet.

In Altenburg steht die Versorgung von Schlaganfallpatienten rund um die Uhr zur Verfügung – ein wichtiges Merkmal, um das Zertifikat als überregionale Stroke-Unit zu bekommen. Im größeren Umfeld ist Altenburg die einzige Klinik, die dieses zu Verfügung stellen kann. Patienten kommen nicht nur aus dem Altenburger Land, sondern auch aus Zwickau, den fünf Partnerkliniken und Erlabrunn.

Bei Schlaganfällen ist immer auch die Zeit ein entscheidender Faktor für eine erfolgreiche Behandlung. Innerhalb von vier Stunden kann ein Gerinnsel, wenn es nicht zu schwerwiegend ist, durch Medikamentengabe wieder aufgelöst werden.

„Kommt es zu größeren Verstopfungen muss ein Stent durch die Leiste in das Gehirn gebracht werden, um dort das verstopfte Gefäß wieder frei zu machen und das Gerinnsel zu entfernen.“ Im Unterschied zum Herzinfarkt wird der Stent nicht im Körper belassen, sondern wieder entfernt.

Rund 800 Schlaganfallpatienten versorgen die fünf Ärzte, 34 Schwestern und die verschiedenen Therapeuten pro Jahr auf der Station in Altenburg. Über die Telemedizin kommen noch einmal 1600 Patienten in den fünf Partnerkliniken hinzu.

Von Tatjana Kulpa

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