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Altenburg Historischer Handball-Moment - Aufbau Altenburg stellt zwei Teams in Pokalendrunde
Region Altenburg Historischer Handball-Moment - Aufbau Altenburg stellt zwei Teams in Pokalendrunde
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20:05 01.04.2014

Möglich wurde das Eingehen in die Annalen durch ein 22:20 (12:11) bei Thüringenliga-Spitzenreiter TSV Gispersleben.

Angesichts des historischen Handball-Moments wundert es nicht, dass der Verein, die Abteilung, die beiden ersten Mannschaften und deren Fans seit dem Abpfiff des Frauen-Halbfinals ein breites Grinsen im Gesicht tragen. Dem vorausgegangen waren jedoch die zweiten harten 60 Minuten binnen zweier Tage für das Team von Trainer Volker Friedrich.

Da der Pokal bekanntlich eigene Gesetze hat und den Skatstädterinnen noch das Punktspiel gegen Calbe in den Beinen steckte, erwiesen sich die niederklassigen Gastgeberinnen als schwerer Brocken. Der TSV agierte aggressiv und profitierte von einer sehr schwachen und holprigen Anfangsphase der Aufbau-Frauen. Über die Stationen 3:0 und 6:3 untermauerten die Rand-Erfurterinnen ihre Ambitionen. Doch die Gäste kämpften sich in die Partie und ließen keinen Zweifel daran, dass sie für den Einzug ins Finale alles in die Waagschale werfen würde. Dementsprechend ging man bis zur Pause 12:11 in Front.

In der zweiten Halbzeit gesellten sich zur Halbfinalpartie auch einige Ungereimtheiten neben und auf dem Spielfeld, die beim Sport eigentlich nichts zu suchen haben. Aufbau interessierte das jedoch wenig, vielmehr konzentrierte man sich nun verstärkt auf das eigene handballerische Können. Und der Start in die zweite Halbzeit glückte besser: Aufbau setzte sich dank schöner Angriffsaktionen auf 16:12 ab und sah sich fortan nur noch verpflichtet, mit den eigenen Kräften geschickt hauszuhalten und den Vorsprung über die Zeit zu bringen. Wieder einmal zeigte sich, dass es im Pokal nicht darauf ankommt, wie, sondern nur, dass man gewinnt. Die Friedrich-Sieben ließ sich nicht aus der Ruhe bringen und verteidigte den Vorsprung, wenn auch knapp, über die ganze restliche Spielzeit hinweg. Wie schon gegen Calbe leuchtete am Sonntag ein Sieg von der Anzeigetafel.

"Wir freuen uns sehr über den Einzug ins Finale", sagte Mannschaftsbetreuer Rick Wurzbach nach dem Abpfiff lächelnd und Coach Friedrich fügte hinzu: "Dort werden wir wieder angreifen und alles geben, um auch in diesem Jahr den Pokal nach Altenburg zu holen." Eine klare Kampfansage an den LSV Ziegelheim, der durch ein kampfloses Halbfinale (THC II sagte ab) ebenfalls im Finale steht. Damit kommt es im Pokalfinale der Frauen sogar zu einem Kreisderby. Klarer Favorit ist dabei erneut der SV Aufbau Altenburg, der mit einem Sieg zum dritten Mal in Folge den THV-Pokal gewinnen kann und sich damit erneut für den DHB-Pokal qualifizieren würde.

Jetzt heißt in den letzten beiden Partien der Mitteldeutschen Oberliga weiter kämpfen und gestärkt ins Pokalfinale gehen - das nötige Selbstvertrauen hat sich die Mannschaft an diesem furiosen Doppelsieg-Wochenende definitiv erarbeitet.

Aufbau: Wodrich, Wippich, Dietrich, Lange, Winkler, Mahnstein (1), Herziger (3), Langstein, Lingk (5), Pelka-Fedak (3), Holz (7/2), Ebersbach (3).

Annekathrin Rudolph

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