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Historisches Debakel vor heimischer Kulisse

Historisches Debakel vor heimischer Kulisse

Wenn man im eigenen Stadion eine 0:8-Niederlage hinnehmen muss, ist jeder Versuch einer tiefgehenden Analyse per öffentlichen Spielbericht fehl am Platze. In der Skatbankarena machte sich mit zunehmendem Spielverlauf Fassungslosigkeit breit, sie übertrug sich nach Spielschluss auch auf die Mannschaft.

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Nachdenkliche Gesichter auf der Motor/Lok-Bank. Beim Stand von 0:8 stellen sich Trainer Thomas Koerth (r.) viele Fragen. Fotos: Mario Jahn

Quelle: Mario Jahn

Diese historische Niederlage muss erst verarbeitet werden.

 

Auch auf dem Sprecherturm im Stadion, auf dem für jede der beiden Mannschaften getrennt gefilmt wurde, hielt man es zeitweise nur noch mit Sarkasmus aus. So wurden interne Wetten auf eine noch mögliche Wende ab dem 0:5 nicht mehr angenommen. Später sinnierte man darüber, wie ein eventuell zweistelliges Ergebnis auf der dafür nicht vorgesehenen Anzeigetafel zur Kenntnis gebracht werden könnte.

 

Da ergibt es auch keinen Sinn, jeden einzelnen der acht Gegentreffer noch einmal zu zelebrieren. Den Betrachter dieses merkwürdigen Spieles machte schon nachdenklich, wie eine Heimmannschaft, die durchaus gefällig in diese Partie gestartet war, ab dem ersten Gegentreffer nach 14 Minuten praktisch ohne Gegenwehr in sich zusammenfiel. Da mussten selbst alteingesessene Fans, und die gibt es in Altenburg noch zu Hauf, sehr lange nachdenken, wann es das in dieser Form schon einmal gab.

 

Wer sich von den Altenburger Fußballanhängern eine Erklärung für dieses Debakel erhofft, der möge bitte am kommenden Sonnabend zum brisanten Heimspiel gegen Gotha in die Skatbankarena kommen und sich selbst ein Bild machen, ob diese Mannschaft verbandsligatauglich ist oder nicht. Für einen Blick in Richtung obere Tabellenhälfte reicht es momentan in allen Belangen definitiv nicht.

 

Jeder Spieler im Einzelnen und die Mannschaft als Ganzes haben nur eine Woche Zeit, um mit dieser Situation klarzukommen. Ein Wegducken ist nicht möglich. Das ist das unvergleichlich Schöne am Fußball. Nächsten Sonnabend muss die Mannschaft wieder auflaufen und wie auf Bestellung gibt es ein Heimspiel, und das auch noch gegen eine Mannschaft aus dem Abstiegsbereich. Man wird deshalb sehr schnell sehen, wie sich die Fans zur Mannschaft stellen.

 

Persönliche Unterstützung ist die beste und wichtigste Antwort nach dieser Niederlage. Aber nur, wenn der Wille auf die Mannschaft überspringen kann, ist die erhoffte Verbundenheit von Dauer. Diese Verantwortung liegt bei den Spielern und dem gesamten Team. Wenn die Altenburger Zuschauer diese Mannschaft nicht mehr sehen wollen, dann kann man sich am Samstagnachmittag auch alles mögliche andere vornehmen.

Thomas Lahr

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