Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Altenburg Historisches Debakel vor heimischer Kulisse
Region Altenburg Historisches Debakel vor heimischer Kulisse
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
19:29 20.10.2013
Nachdenkliche Gesichter auf der Motor/Lok-Bank. Beim Stand von 0:8 stellen sich Trainer Thomas Koerth (r.) viele Fragen. Fotos: Mario Jahn Quelle: Mario Jahn

Diese historische Niederlage muss erst verarbeitet werden.

Auch auf dem Sprecherturm im Stadion, auf dem für jede der beiden Mannschaften getrennt gefilmt wurde, hielt man es zeitweise nur noch mit Sarkasmus aus. So wurden interne Wetten auf eine noch mögliche Wende ab dem 0:5 nicht mehr angenommen. Später sinnierte man darüber, wie ein eventuell zweistelliges Ergebnis auf der dafür nicht vorgesehenen Anzeigetafel zur Kenntnis gebracht werden könnte.

Da ergibt es auch keinen Sinn, jeden einzelnen der acht Gegentreffer noch einmal zu zelebrieren. Den Betrachter dieses merkwürdigen Spieles machte schon nachdenklich, wie eine Heimmannschaft, die durchaus gefällig in diese Partie gestartet war, ab dem ersten Gegentreffer nach 14 Minuten praktisch ohne Gegenwehr in sich zusammenfiel. Da mussten selbst alteingesessene Fans, und die gibt es in Altenburg noch zu Hauf, sehr lange nachdenken, wann es das in dieser Form schon einmal gab.

Wer sich von den Altenburger Fußballanhängern eine Erklärung für dieses Debakel erhofft, der möge bitte am kommenden Sonnabend zum brisanten Heimspiel gegen Gotha in die Skatbankarena kommen und sich selbst ein Bild machen, ob diese Mannschaft verbandsligatauglich ist oder nicht. Für einen Blick in Richtung obere Tabellenhälfte reicht es momentan in allen Belangen definitiv nicht.

Jeder Spieler im Einzelnen und die Mannschaft als Ganzes haben nur eine Woche Zeit, um mit dieser Situation klarzukommen. Ein Wegducken ist nicht möglich. Das ist das unvergleichlich Schöne am Fußball. Nächsten Sonnabend muss die Mannschaft wieder auflaufen und wie auf Bestellung gibt es ein Heimspiel, und das auch noch gegen eine Mannschaft aus dem Abstiegsbereich. Man wird deshalb sehr schnell sehen, wie sich die Fans zur Mannschaft stellen.

Persönliche Unterstützung ist die beste und wichtigste Antwort nach dieser Niederlage. Aber nur, wenn der Wille auf die Mannschaft überspringen kann, ist die erhoffte Verbundenheit von Dauer. Diese Verantwortung liegt bei den Spielern und dem gesamten Team. Wenn die Altenburger Zuschauer diese Mannschaft nicht mehr sehen wollen, dann kann man sich am Samstagnachmittag auch alles mögliche andere vornehmen.

Thomas Lahr

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Im Altenburger Land bereitet man sich auf die Ankunft weiterer Asylbewerber vor. Schätzungen gehen von bis zu 90 Personen aus. Genaue Zahlen geben die Behörden nicht heraus.

18.10.2013

Mit einem klaren Bekenntnis zum Lindenau-Museum und der Untersuchung verschiedener Raum- und Nutzungskonzepte soll die dringend nötige Sanierung und Erweiterung einer der wichtigsten Kunststätten im Kreis angegangen werden.

18.10.2013

Wer der Einladung des Tanzsportclubs aus Altenburg zum 20-jährigen Bestehen nicht gefolgt war, hatte definitiv etwas verpasst - so die einhellige Meinung der Feiernden.

18.10.2013
Anzeige