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Hochwasser in Ziegelheim: Nicht alle Schäden wurden anerkannt

Förderung Hochwasser in Ziegelheim: Nicht alle Schäden wurden anerkannt

Im Ziegelheimer Gemeindegebiet waren nach dem Hochwasser Anfang Juni 2013 ganze 16 Schadensfälle an Brücken, Straßenoberflächen oder Uferböschungen festgestellt worden. Abgelehnt hatte das Land die Förderung von vier eingereichten Maßnahmen, so Hans-Jürgen Kasper, Leiter des Bauamtes der Verwaltungsgemeinschaft (VG) Wieratal.

Wird wegen Schäden ersetzt: Brücke in der Poststraße.

Quelle: Mario Jahn

Ziegelheim. Im Ziegelheimer Gemeindegebiet waren nach dem Hochwasser Anfang Juni 2013 ganze 16 Schadensfälle an Brücken, Straßenoberflächen oder Uferböschungen festgestellt worden. Abgelehnt hatte das Land die Förderung von vier eingereichten Maßnahmen, so Hans-Jürgen Kasper, Leiter des Bauamtes der Verwaltungsgemeinschaft (VG) Wieratal. „Gegen eine Ablehnung sind wir in Widerspruch gegangen. Eine Klärung ist jedoch noch nicht herbeigeführt.“ Andere Schäden waren als Sofortmaßnahme behoben worden.

Die Höhe der beantragten Fördergelder aus dem Wiederaufbauprogramm von Bund und Freistaat bewegte sich nach den ersten Planungen bei 1,45 Millionen Euro. Da waren noch fünf Brücken in der Schadensmeldung enthalten. Eine habe die Gemeinde von sich aus zurückgezogen, weil es hier nur eine 80-prozentige Förderung gegeben hätte. Für die Differenz hätte ein privater Grundstückseigentümer aufkommen müssen. Damit hatte sich die Fördersumme auf 1,3 Millionen Euro reduziert.

„Eine komplette Förderung gibt es für die vier Brücken über den Ziegelheimer Bach“, informierte Bürgermeister Mario Rohr (CDU-Wählergruppe) den Gemeinderat auf seiner jüngsten Sitzung. „Bei einer Brücke, die im Ort als Lungwitz-Brücke bekannt ist, macht sich nur eine Instandsetzung erforderlich. Weil dafür keine Baugenehmigung erforderlich ist, konnten die Schäden an diesem Bauwerk zuerst beseitigt werden“, so Kasper.

Ersatzneubauten soll es für die Brücken in der Schulgasse, der Postgasse und der Lindenstraße geben. „Weil wir derzeit bei der Ausschreibung mit Ergebnissen rechnen müssen, die die berechneten Kosten weit übersteigen würden, ist vorgesehen, erst Ende des Jahres oder Anfang 2017 auszuschreiben“, so Bürgermeister Rohr.

Der ist sauer auf die untere Wasserbehörde im Landratsamt. Denn die Schäden an mehreren Gewässerabschnitten in der Gemeinde habe diese Behörde nicht dem Hochwasser zugeordnet. Von beantragten rund 200 000 Euro für Arbeiten an Uferböschungen oder das Schlämmen seien ganze 30 000 Euro übrig geblieben, so der Gemeindechef.

Unter dem Strich sind der Kommune rund 900 000 Euro zur Schadensbeseitigung bewilligt worden. Wie teuer die Brückenneubauten tatsächlich werden, zeige sich aber erst nach der Ausschreibung beziehungsweise bei der Endabrechnung der Baumaßnahmen, so Kasper weiter. Die Ausschreibung für die drei neuen Bauwerke soll in einem Zug erfolgen. Das helfe Kosten zu sparen, schließlich würden Steuergelder verbaut. In welcher Abfolge die Ersatzneubauten entstehen, das lasse sich noch nach der Vergabe festlegen. Im Gemeinderat herrschte ebenfalls die Meinung vor, dass der Bau der Brücken nacheinander erfolgen müsse.

Was derzeit noch für alle vier Brücken aussteht, sind die hydraulischen Berechnungen. Abschlossen sind laut Bauamtsleiter bereits die Untersuchungen es Baugrundes.

Von Marlies Neumann

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