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Altenburg Hochwasser sorgt für Ordensflut
Region Altenburg Hochwasser sorgt für Ordensflut
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19:42 18.02.2014

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Für ihren Einsatz gegen das Jahrhunderthochwasser im Juni 2013 bekommen viele Kameraden die erstmals vom Freistaat herausgegebene Flutmedaille. Sie wird aber nicht nur an Feuerwehrleute verliehen.

Denn gegen die Fluten kämpften auch viele engagierte Bürger, Technisches Hilfswerk sowie weitere Hilfs- und Rettungsdienste. "Und alle haben sich die Ehrung auch redlich verdient", sagt Uwe Engert. Erstmals gibt der Freistaat so eine Auszeichnung nebst Urkunde heraus. "Die Idee hat man sich in Erfurt sicher vom benachbarten Sachsen abgeschaut. Dort wurde bereits im Jahr 2002 erstmals so eine Flutmedaille herausgegeben", weiß der Feuerwehrmann. In Thüringen habe es vor reichlich elf Jahren nicht so eine Ehrung gegeben. "Damals war ja auch nur das Altenburger Land in Thüringen vom Hochwasser betroffen."

Umso schlimmer und flächendeckender kam die Flut im vergangenen Jahr über den Freistaat. Und mit ihr die Initiative von Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht (CDU).

Alle Landkreise seien von der Erfurter Staatskanzlei erstmals im vergangenen Juli angefragt worden, wie viele Helfer für die Auszeichnung infrage kämen. "Wir haben diese Frage dann an die Gemeinden weitergeleitet und bekamen einen Gesamtbedarf von insgesamt 2500 Medaillen für das Altenburger Land gemeldet", erinnert sich Engert.

Die in den rot-weißen Landesfarben gehaltenen Abzeichen ließen aber noch auf sich warten. "Im September wurde nochmals um eine aktualisierte Meldung gebeten. Zudem wurden aus dem Landkreis insgesamt 34 besonders engagierte Helfer zu einer zentralen Auszeichnungsfeier des Freistaates ans Theater Erfurt geschickt."

Vor Ort drehte sich aber vorerst weiter nichts: "Wahrscheinlich kam es zu den Verzögerungen, weil man überall auch wegen der Flut und den Aufräumarbeiten den Kopf ganz woanders hatte und sich nicht mit einer Auszeichnung befassen konnte." Obwohl es Engert auch lieber gewesen wären, die Auszeichnungen zeitnäher zu verleihen.

Die Anträge kamen aus allen 38 Gemeinden im Landkreis, obwohl mit Haselbach eine Gemeinde vom Hochwasser ganz verschont blieb. "Aber deren Feuerwehrleute haben ja auch in den Nachbargemeinden ausgeholfen.

Einer ganze Reihe von Fluthelfern war zu diesem Zeitpunkt offensichtlich die Lust auf eine öffentliche Ehrung schon vergangen. Denn als das Landratsamt im Oktober die überarbeitete Ordensbestellung gen Erfurt schickte, standen darauf nur noch 1900 Namen.

"Diese Abzeichen wurden dann aber bis zum Jahresende nebst den dazugehörigen Verleihungsurkunden geliefert", so Engert weiter. Zwei Gemeinden haben mittlerweile aber von der Verleihung ganz Abstand genommen: Göllnitz und Drogen haben die Auszeichnungen mittlerweile an das Landratsamt zurückgeschickt.

Jörg Wolf

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