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Altenburg Hoheiten mögen Rositz
Region Altenburg Hoheiten mögen Rositz
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19:09 16.09.2013

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"Und wir sind fest entschlossen, diese gewachsene Tradition auch in den kommenden Jahren fortzusetzen, auch wenn die Finanzierung immer schwieriger wird und nur dank der Hilfe von Sponsoren funktioniert."

Die Resonanz spricht für diesen Plan. Sehr gut besucht war beispielsweise der aufwendig in Szene gesetzte Festumzug, den lediglich ein siebenminütiger Regenschauer kurz beeinträchtigte. "Um die 800 Akteure haben dort mitgewirkt", sagte Stange. In fünf thematische Blöcke war der Umzug unterteilt. Er nahm die Zuschauer mit auf eine Zeitreise durch die 832-jährige Geschichte des Ortes Rositz, das traditionsreiche Bauerntum von den Ursprüngen bis hin zur Gegenwart lebte ebenso auf wie die Brauchtumspflege. "Aber auch Beiträge aus anderen Kommunen fehlten nicht. Farbtupfer waren beispielsweise das lebende Skatbild aus Altenburg und unsere Hoheiten aus Thüringen, Sachsen sowie Sachsen-Anhalt."

Solch hochrangiger Besuch von Hoheiten hat in der einstigen Chemiearbeitergemeinde schon Tradition. Und schlagen sie gleich mehrfach in Rositz auf, dann muss auch deren standesgemäße Betreuung abgesichert sein: durch eine Zeremonienmeisterin sozusagen. Und diese Position füllte in diesem Jahr zum zweiten Mal Nicole Ohme im Auftrag der Gemeinde aus. "Das hat einen Riesenspaß gemacht. Nicht nur mir, auch den Hoheiten", sagte die Betreuerin.

Ein recht pralles Programm hatten die edlen Damen zu absolvieren. Im Gasthof Rositz war beispielsweise zum Galadinner geladen, meinte Nicole Ohme mit einem Augenzwinkern. "Ja, der eigens für die Damen kreierte Grubenschmaus war schon recht deftig, aber sehr schmackhaft." Und durchweg haben die Damen ihren Schmaus - mit Leberwurst gefülltem Kloß auf Sauerkrautbett - vollkommen verzehrt.

Nachfolgend ging es für die illustre Runde im historischen Robur-Bus gen Altenburg zur Besichtigung in den historischen Friseursalon. "Und davon waren alle hellauf begeistert, haben sie doch so was noch nicht gesehen", lautete das Fazit der Betreuerin. Im Festumzug waren die Hoheiten weitere Farbtupfer. "Sie kommen alle gerne wieder nach Rositz", betonte Nicole Ohme.

Sonnabend jagte ein Höhepunkt den nächsten. Nach dem Umzug setzte die Feuerwehr die Kirmeskrone vor dem rappelvollen Festzelt, in dem wenig später das Fest zünftig eröffnet wurde: mit der Übergabe des Kirmesbrotes durch die neue Kirmeskönigin. Tradition trifft auf die Moderne in Form aktueller Fahrgeschäfte gleich nebenan.

© Kommentar Seite 11

Jörg Wolf

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