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Altenburg Hunderte Besucher pilgern am Wochenende zum Mittelalterspektakel nach Altenburg
Region Altenburg Hunderte Besucher pilgern am Wochenende zum Mittelalterspektakel nach Altenburg
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17:02 10.10.2011

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"Dieses Umfeld ist einfach ideal für unsere Show", schwärmte Birgit Katins von der ausrichtenden Agentur Coex. Rund 300 Akteure aus ganz Deutschland sowie dem Ausland ließen an zwei Tagen das Mittelalter wieder lebendig werden.

Und die Altenburger und ihre Gäste scheinen ein ausgemachtes Faible für die Zeit der Ritter, Gaukler und für historische Gewerke zu haben. "So kommt dort wenigstens mal richtig Leben in unser herrliches Schloss. Ich bin auf jeden Fall gespannt", meinte Edgar Schmidt am Einlass.

Er wurde nicht enttäuscht: An diversen Ständen, um die 60 sollen es insgesamt gewesen sein, gab es Einblicke in verschiedene historische Handwerke, wurden Gaumenfreuden auf die vielfältigste Art bedient, gab es Schaukämpfe zu bestaunen.

Der kleine Linus stand ein wenig abwartend vor einem Karussell. Ja, so eine Belustigung für die Kleinsten gab es schon vor einigen hundert Jahren. Nur der Antrieb war selbstverständlich nicht elektrisch. Vielmehr legte sich ein Knecht mächtig ins Zeug, um per Kurbel das Gefährt ordentlich zu drehen. Linus hatte seinen Spaß. "Nochmal!", meinte der Vierjährige. Es war ihm vergönnt.

Nur ein paar Meter weiter hatte Antonio Petro, alias Topé, seine Drehscheibe für Töpfereien aufgebaut. Keine, die per Fuß angetrieben wurde. Handkraft war hier gefragt. "So, wie es im Mittelalter eben noch üblich war. Fußbetrieb kam erst später", erklärte der gebürtige Portugiese gerne, der jetzt in Leipzig lebt und regelmäßig an solchen Märkten teilnimmt. Die mitgebrachte Drehscheibe, die an ein großes Wagenrad erinnert, stammt übrigens aus der Bretagne. "So was muss man heutzutage suchen."

Im Hof und im Agnesgarten ging es derweil Schlag auf Schlag: Holzschnitzer, Hufschmiede, Korbmacher, um nur ein paar Beispiele zu nennen, waren angetreten, um mehr oder weniger lautstark auf sich und ihre Künste aufmerksam zu machen.Was übrigens auch am recht verregneten Samstag der Fall war. "Trotz des miesen Wetters haben uns die Besucher nicht die kalte Schulter gezeigt. Sie verweilten halt nicht so lange auf dem Schloss", konstatierte Birgit Katins zufrieden. Bei doch schon recht niedrigen Temperaturen half vor allem eines: Met, sprich Honigwein, ordentlich heiß gemacht. "Schmeckt lecker", konstatierte ein Besucher mit sichtlichem Genuss.

Aber so ein Mittelaltermarkt wäre ohne Gaukler, Musiker und diverse Vorführungen nur halb so schön. Für die Musik sorgten die Truppe Furunkulus aus Bayern und die sächsischen Rabenbrüder. Letztere sind in Altenburg keine Unbekannten: Mehrere Jahre traten sie im Vorprogramm der Prinzenraub-Festspiele auf. "Von den Rabenbrüdern kam auch die Anregung, hier so einen Mittelaltermarkt zu veranstalten", meinte die Mitorganisatorin. Nach der gelungenen Premiere im Vorjahr gab es also nun eine weitere Auflage. Und auch im kommenden Jahr werden wieder Ritter & Co. das Areal belagern. "Der Termin am 22. und 23. September steht schon fest", teilt Birgit Katins mit. Jörg Wolf

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